Hermannsreuth/Bärnau.
Im Blickpunkt Von Wehrmacht erschossen

(bir) Mit einem Gedenkstein würdigt die Knopfstadt Bärnau die mutige Tat von Lorenz Dill. Am 29. April 1945 wurde der damals 76-jährige Hermannsreuther Gast- und Landwirt von Soldaten der Deutschen Wehrmacht (Waffen-SS), die sich in Hermannsreuth unter der Führung eines Leutnants festgesetzt hatten, erschossen - wenige Tage vor dem Ende des Krieges.

Er wurde erschossen, weil er als Sprecher einer Gruppe von älteren Hermannsreuther Männern die kampflose Übergabe an die amerikanische Armee forderte. Lorenz Dill wollte dadurch zusammen mit den anderen Männern sein Dorf und seine Bewohner schützen.

Im September 2013 stellte deshalb der damalige Stadtrat Josef Zant den Antrag an die Stadt Bärnau, dieses mutige Eintreten von Lorenz Dill, das letztendlich seinen Tod zur Folge hatte, nun nach 70 Jahren entsprechend zu würdigen.

Auf Beschluss des Stadtrates wurde zum Gedenken und zur Erinnerung am Wanderer-Grenzübergang ein Gedenkstein aufgestellt. Es handelt sich hierbei um einen Findling, der vom Bildhauer Herbert Lankl entsprechend gestaltet wurde. Die Einweihung dieses Gedenksteines durch Stadtpfarrer Johann Hofmann ist nun am kommenden Sonntag, 3. Mai, um 14 Uhr in Hermannsreuth-Dorf.

Dabei wird Bürgermeister Alfred Stier die Begrüßung vornehmen und Stadtrat Johannes Dill zum Gedenken an Lorenz Dill eine kurze Ansprache halten. Zu dieser würdigen Feier sind alle Bürger der Großgemeinde Bärnau eingeladen. Die anschließende Bewirtung mit Speisen und Getränken wird von der Siedlergemeinschaft Hermannsreuth übernommen.
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