Herrmann verspricht besseres Bahnangebot nach Tschechien
Bayerisch-böhmische Initiative

Symbolbild: dpa
München/Prag. (dpa) Bahnreisen von Bayern nach Tschechien sollen schneller und unkomplizierter werden. Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) räumte ein, dass es in den vergangenen Jahren im grenzüberschreitenden Bahnverkehr nur kleine Ausbauschritte gegeben hatte. «Wir sind uns einig, dass wir beim Ausbau der Bahninfrastruktur dringend schneller vorankommen müssen. Denn seit dem Fall des Eisernen Vorhangs vor einem Vierteljahrhundert konnten bisher nur kleine Maßnahmen realisiert werden», sagte er laut Mitteilung vom Donnerstag.

Herrmann vereinbarte mit seinem tschechischen Amtskollegen Dan Tok eine bayerische-böhmische Initiative zur Stärkung des Zugverkehrs zwischen den beiden Regionen. So sollen die Planungen zur Elektrifizierung der Strecke von Regensburg über Schwandorf und Furth im Wald zur Grenze forciert werden, ebenso der Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale, von der aus Verbindungen nach Tschechien abzweigen.

Dritte wichtige Komponente ist nach Angaben des Ministeriums der Lückenschluss zwischen dem oberfränkischen Selb und Asch auf tschechischer Seite. In Tschechien haben die Bauarbeiten dazu bereits begonnen, in Bayern sollen sie demnächst starten. Möglicherweise können dann bereits im Dezember die ersten Züge rollen - und nach vielen Jahren Unterbrechung wird es dann wieder Direktverbindungen von Hof nach Cheb (Eger) geben. Die Gesamtkosten für das Projekt Selb-Asch bezifferte das Ministerium auf 20 Millionen Euro.
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