Hilfspaket für Griechenland: Zeitplan wackelt

Die internationalen Geldgeber und die Athener Regierung sind mit hohen Ansprüchen in die Verhandlungen um ein drittes Hilfsprogramm für Griechenland gegangen. Athen erwartet nach Informationen der Zeitung "Kathimerini" bereits in einer ersten Tranche die Auszahlung von 20 bis 25 Milliarden Euro. Auf der Gegenseite präsentierten die Geldgeber der griechischen Regierung einen Katalog harter Forderungen.

Danach soll Athen die Neueinstellungen im öffentlichen Dienst zurücknehmen, die die Linksregierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras beschlossen hatte, berichtete die Zeitung "To Vima". Außerdem verlangten die Geldgeber eine höhere Besteuerung von Reedereien, eine Abschaffung von Steuerbegünstigungen für Bauern und eine Begrenzung vorzeitiger Pensionierungen.

In den Verhandlungen geht es um ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro für drei Jahre. Aufgrund der großen Differenzen wird die Zeit für eine Einigung knapp. In Athener Medien wird bereits über einen neuen Überbrückungskredit spekuliert. Auch die Bundesregierung sieht den Zeitplan angeblich in Gefahr. Die Verhandlungen sollten bereits am 10. August abgeschlossen sein.
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