Hintergrund

Die Handelstour auf der Vils dauerte einst einen Tag hin - und vier zurück. Dann waren die Plätten voll beladen mit dem damaligen Luxus-Artikel Salz, dem weißen Gold, das in Amberg bei der Schiffbrücke ausgeladen und am Salzstadelplatz gelagert wurde. Vier Tage waren es auch, weil die Schiffe von Pferden oder Ochsen getreidelt wurden.

Die alten Treidelpfade sind heute noch teilweise als Spazier- und Wanderwege erhalten - entlang der in Kleinschönbrunn entspringenden Vils, die in Schmidmühlen die Lauterach aufnimmt, bei Kallmünz in die Naab mündet und auf der die Plätten schließlich in den Donau-Hafen Regensburg kamen. Die Pest, der 30-jährige Krieg und der Bergbau, der wegen des Kapitaleinsatzes unrentabel wurde, bewirkten, dass um 1700 die Erz- und Eisen-Touren wegfielen. Den letzten Salz-Transport auf der Vils soll es 1826 gegeben haben - mit den Plätten, die im Zug mit fünf oder sechs Schiffen Amberg verließen. (e)
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