Hintergrund

Was Alexander Frisch am 5. November gegen 17.40 Uhr auf der A 93 in Richtung Hof geleistet hat, ist auch für die Weidener Polizeibeamten nicht alltäglich. Ohne das Eingreifen des 41-jährigen Neustädters wäre es laut Karl Gaach von der Polizeiinspektion Weiden wahrscheinlich zu einer Massenkarambolage gekommen. "Es wäre aber keiner böse gewesen, wenn er ,nur' den Notruf gewählt hätte. Man kann von niemandem verlangen, so zu handeln wie Herr Frisch." Die Polizei kann diese Art des Eingreifens in den Straßenverkehr nicht immer uneingeschränkt empfehlen. Es hänge von der Situation ab. Eine goldene Lösung gebe es nicht. Mittlerweile gehe es der 38-jährigen Niederbayerin wieder besser. Warum sie bewusstlos war, ist unklar. Die Polizei vermutet einen Schwächeanfall. Dass Frisch in den Straßenverkehr eingegriffen hat, hat laut Gerd Schäfer, Leitender Oberstaatsanwalt in Weiden, keine rechtlichen Konsequenzen: "Von der strafrechtlichen Seite gehen wir klar davon aus, dass er sich in keiner Form strafbar gemacht hat. Dass man bewusst einen Schaden am Pkw verursacht, darf man normalerweise nicht, aber wenn man dem Insassen das Leben rettet, ist das gerechtfertigt." Ob die Versicherung den Schaden von rund 7000 Euro übernimmt, ist unklar. (spi)
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