Hintergrund

Kennzeichen eines Pumpspeicherkraftwerkes ist der "umkehrbare Anlagenbetrieb". Was steckt dahinter? Eine Turbine, ein Motor-Generator und eine Pumpe sind auf einer Welle montiert und bilden eine Einheit. Betrieben wird sie auf zweierlei Art: Bei Strombedarf arbeitet der Motor-Generator als Generator und liefert, von der Turbine angetrieben, elektrischen Strom. Das Wasser fließt vom Ober- ins Unterbecken und sorgt für die Antriebsleistung.

Ist jedoch ein Überschuss an elektrischer Leistung im Stromnetz der Verbraucher, dann arbeitet der Motorgenerator als Elektromotor und treibt die Pumpe an, die das Wasser wieder in das Oberbecken pumpt und hier sozusagen "zwischenlagert". Diese "Systemdienstleistung" - und das mit enormer Flexibilität - ist vor allem nach der Zunahme an erneuerbaren Energien aus Solar und Wind gefragt. Wenn wegen der hohen Einspeisung erneuerbarer Energien die Stromerzeugung den Bedarf übersteigt, entnimmt das Pumpspeicherwerk Strom aus dem Netz - einfach, indem es Wasser in den Hochspeicher pumpt. (cv)
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