Höhere Abschussquote gegen Wildunfälle gefordert
SPD bläst zur Jagd

Angesichts steigender Zahlen von Verkehrsunfällen mit Wild fordert die SPD im Landtag eine höhere Abschussquote. Die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller erklärte am Montag, die Zahl der Wildunfälle in Bayern habe sich von 2010 bis 2013 um zehn Prozent oder 6510 Fälle erhöht. Das gehe aus der Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage hervor. "Besonders in Ober- und Niederbayern sind die Zahlen dramatisch."

Der Schaden durch Wildunfälle sei vergangenes Jahr auf über 2,4 Millionen Euro gestiegen. Die niederbayerische Abgeordnete forderte, den Einsatz von Nachtzielgeräten zu erlauben. "Für das Wild macht es keinen Unterschied, ob es am Tag oder mit Hilfe solcher Geräte bei Nacht geschossen wird."

Freie-Wähler-Fraktionschef Hubert Aiwanger hielt dagegen: "Mit dem bloßen Erschießen der Tiere ist das Problem nicht zu lösen." Im Gegenteil: "Noch mehr Jagd in der Nacht und mit Nachtzielgeräten würde die Zahl der Wildunfälle nur weiter erhöhen, weil die Tiere noch stärker beunruhigt wären und nachts über die Straßen gescheucht würden." Aiwanger forderte stattdessen die Autoindustrie auf, Warnsysteme zu entwickeln, welche auf herannahende Tiere hinweisen.
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