Höhere Mehrwertsteuer verteuert Lebensmittel - Banken ab heute wieder geöffnet
Erste Reformen in Griechenland

Heute sollen in Griechenland die Banken wieder öffnen. Geld können die Bürger am Schalter aber nicht holen, das soll nach wie vor nur am Automaten möglich sein, heißt es in einem von den zuständigen griechischen Ministern unterzeichneten Erlass.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Nothilfen für die Banken im Land um 900 Millionen Euro erhöht. Die meisten der von der griechischen Regierung verhängten Kapitalverkehrskontrollen sollen weiterhin in Kraft bleiben. Allerdings wurden sie leicht gelockert: Damit es nicht mehr zu langen Warteschlangen vor den Geldautomaten kommt, sollen die Bürger pro Woche auch auf einmal bis zu 420 Euro abheben dürfen. Bislang war die Summe pro Tag auf 60 Euro beschränkt. Ab heute können griechische Kreditkarten auch wieder im Ausland eingesetzt werden, allerdings nur zum Bezahlen von Rechnungen und Einkäufen.

Zudem gilt im Land ab heute für viele Produkte und Dienstleistungen ein Mehrwertsteuersatz von 23 Prozent. Bisher waren es nur 13 Prozent. So werden etwa in allen Tavernen und Bars 23 Prozent für die servierten Getränke und Gerichte fällig. Auch für alle verarbeiteten Lebensmittel beträgt die Mehrwertsteuer künftig 23 Prozent.

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist zwar nach eigenen Worten nicht überzeugt, dass diese Reform- und Sparauflagen dem Land aus der Krise helfen werden. Aber er will das Programm dennoch umsetzen. Gegner der Auflagen entließ er aus seiner Regierung und ersetzte sie durch enge Mitarbeiter. (Seite 2)
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