Hohe Geldstrafe für japanische Walfänger
Aus aller Welt

Sydney.(dpa) Ein japanisches Walfangunternehmen ist von einem Gericht in Australien zu einer Strafe von umgerechnet 660 000 Euro verurteilt worden, weil es in einem Schutzgebiet trotz Verbots Wale getötet hatte. Der Konzern Kyodo Senpaku Kaisha sei für schuldig befunden worden, zwischen 2008 und 2014 in den Gewässern der Antarktis Zwergwale gejagt zu haben, obwohl die Säugetiere in dem Gebiet unter australischem Recht geschützt seien, berichtete der Sender ABC am Mittwoch. Das Unternehmen, das das Gericht nicht anerkennt und auch keinen Vertreter zu dem Verfahren geschickt hatte, habe frühere Vorgaben und Urteile willentlich missachtet, erklärte Richterin Margaret Jagot. Kritiker werfen Japan vor, unter dem Deckmantel der Forschung den kommerziellen Walfang durch die Hintertür für legal erklären zu wollen.

Verdienstorden für Heiligenfigur

Madrid.(dpa) Spaniens Polizei darf ihren höchsten Verdienstorden einer Figur der Heiligen Jungfrau verleihen. Ein Madrider Gericht wies die Klage einer laizistischen Organisation zurück, die in der Ordensverleihung eine "irrationale Entscheidung" des strenggläubigen Innenministers Jorge Fernández Díaz gesehen hatte. Die Richter des Nationalen Gerichtshofs entschieden am Mittwoch mit drei zu zwei Stimmen, dass die Heiligenfigur in symbolischer Form eine katholische Bruderschaft repräsentiere, die sich seit Jahrzehnten mit der spanischen Polizei eng verbunden fühle. Der Verdienstorden der Polizei wird in der Regel an Beamte vergeben, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan haben oder im Dienst verletzt oder getötet wurden. Die Figur sei keine Person und habe keine besonderen Verdienste erworben, meinten die Kläger.
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