Holzhäuser sind beliebter denn je - Kein Wunder, überzeugt doch der Baustoff in vielen Belangen
Bauen mit Holz ist "grüne" Alternative

Holz kann aufgrund seiner hervorragenden Materialeigenschaften und der Vielseitigkeit der unterschiedlichen Holzarten in diversen Bereichen wirtschaftlich genutzt werden: Als Baustoff für den Hausbau, als Werkstoff für die Herstellung von Möbeln, Fenstern und Türen, Fußböden, für Innenausbauten, Furnier- und Verpackungsmaterial, aber auch für Musikinstrumente und vieles weitere mehr. Für jeden Verwendungszweck gibt es das richtige Holz. Die wichtigsten Eigenschaften von Holz im Überblick:

Belastbarkeit

Holz ist leichter als andere Baustoffe (zum Beispiel Stahl) und besitzt eine äußerst hohe Festigkeit. Das Verhältnis von Eigengewicht und Festigkeit ist bei Baustoffen wichtig. Einzelne Baustoffe lassen sich vergleichen, indem man ihre Reißlänge misst. Damit wird ausgedrückt, wie lang ein Stab sein kann, bevor er - frei aufgehängt - durch sein eigenes Gewicht reißt. Ein Holzstab mit einem definierten Profil reißt bei 15 000 Meter. Der gleiche Stab aus Stahl reißt bereits bei einer Länge von 4 700 Metern. Aufgrund dieser Eigenschaft ist Holz ein idealer Konstruktionswerkstoff zur Überspannung großer Zwischenräume, beispielsweise im Holz-Fertighausbau. Holz kann damit andere Baumaterialien, zum Beispiel Stahl oder Beton, hervorragend ersetzen. Das ist ökologisch bedeutsam. Je mehr Holz als Ersatz für andere Baumaterialien verwendet wird, umso deutlicher kann der CO2-Ausstoß in die Atmosphäre verringert werden. Bei deren Herstellung wird vergleichsweise wesentlich mehr Energie verbraucht, die zudem meistens aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird.

Wärmedämmung

Neben hoher Festigkeit besitzt Holz sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Grund dafür ist, dass Holz Wärme und Kälte schlecht weiterleitet. Gleichzeitig kann Holz viel Wärme speichern. Diese Kombination macht Holz zu einem idealen Dämmstoff. Im Sommer schützt es vor Überhitzung durch Sonneneinstrahlung, im Winter verhindert es den Wärmeabfluss aus den Räumen und senkt so die Heizkosten. Ein 2,5 Zentimeter starkes Holzbrett isoliert genauso gut wie eine 11,4 Zentimeter starke Ziegelwand. Somit sorgt eine Holzdämmung das ganze Jahr über für angenehme Raumtemperaturen.

Luftfeuchtigkeit

Zu trockene Wohnräume verursachen bei den Bewohnern brennende Augen, spröde Lippen und trockene Schleimhäute. Umgekehrt sind zu feuchte Zimmer idealer Lebensraum für Schimmelpilze und somit ebenfalls eine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner. Auch in dieser Hinsicht erweist sich Holz als idealer Baustoff, denn Holz kann nicht nur viel Luftfeuchtigkeit aufnehmen, sondern diese auch schnell und fast vollständig wieder abgeben. Auf diese Weise reguliert Holz die Luftfeuchtigkeit in Räumen auf natürliche Weise und sorgt so für ein angenehmes und gesundes Raumklima.

Kreislaufprodukt

Im Gegensatz zu Baustoffen aus nicht nachwachsenden Rohstoffen sind Holzbaustoffe über ihre gesamte Einsatzdauer hinweg ressourcenschonende Kreislaufprodukte. Sie stehen nach der Nutzung als Basis für weitere Produkte zur Verfügung und werden am Ende ihres Lebensweges zur Wärmeerzeugung genutzt. Hier verursachen viele andere Produkte Entsorgungsprobleme oder benötigen einen hohen Energieaufwand für die Wiederverwertung. (BDF)
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