HPZ-Mitarbeiter bewirten ab Montag in KZ-Gedenkstätte
Museumscafé öffnet

Premiere im Museums-Café: Gedenkstättenleiter Dr. Jörg Skriebeleit (links) und Professor Dr. Karl Braun (rechts) testeten am Donnerstag das gastronomische Angebot und ließen es sich schmecken. Bild: nm
Flossenbürg. (nm) Die Vorbereitungen gehen zu Ende: Am Montag öffnet das Museums-Café in der KZ-Gedenkstätte. Das Lokal betreibt das Heilpädagogische Zentrum (HPZ).

Behinderte und Nichtbehinderte kümmern sich um eine angenehme Atmosphäre im ehemaligen SS-Kasino. Das langgestreckte Gebäude verwandelte sich nach den Vorgaben der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, der Flossenbürger Gedenkstätte, des Weidener Architektenbüros Juretzka, des Staatlichen Hochbauamtes Amberg-Sulzbach und weiterer Beteiligter während der zurückliegenden Monate in ein Schmuckstück.

Bis zuletzt waren Handwerker vor Ort. Die Gastgeber vom HPZ, insgesamt 15 Personen, ließen sich davon nicht stören. Seit Wochen bereiten sie sich intensiv und mit Begeisterung auf den 1. Juni vor. Jetzt kann es ernst werden, und zwar jeden Tag. Einen Ruhetag gibt es nicht. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr. Von Montag bis Freitag kommen verschiedene Gerichte auf den Mittagstisch. Am Wochenende stehen Salate, Snacks oder Suppen auf der Karte. Selbst gebackene Kuchen ergänzen das Angebot.

Einen ersten Härtetest gab es bereits am Donnerstag, nicht nur für das Museums-Café, sondern auch für die Seminarräume im Untergeschoss. Professor Karl Braun vom Institut für europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft an der Universität Marburg kam im Zuge eines Seminars nach Flossenbürg.

Auf der Basis der TV-Serie "Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss" aus dem Jahr 1978 setzen sich 25 Studenten mit Themen rund um Erinnerungskultur und Rechtsextremismus auseinander. Für Gedenkstättenleiter Dr. Jörg Skriebeleit war das mit einem herzlichen Wiedersehen verbunden. Braun war einer der Betreuer seiner Doktorarbeit.
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