Huml beklagt Umverteilung durch Gesundheitsfonds
Bayern will Ausgleich

Bayern wehrt sich nicht nur gegen die Rekordzahlungen in den Länderfinanzausgleich, sondern auch gegen die Gelder, die über den Gesundheitsfonds in andere Bundesländer fließen. "Dieser ,zweite Länderfinanzausgleich' hat seit Einführung des Gesundheitsfonds deutlich zugenommen", sagte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag.

Die Ministerin beklagte, dass der "Abfluss von Beitragsmitteln der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem Freistaat" Jahr für Jahr steige. Sie fordert deshalb zum Ausgleich höhere Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds an die gesetzlichen Kassen in Freistaat. Huml verweist auf ein Gutachten aus dem Jahr 2014, wonach den Beitragszahlern in Bayern durch die Umverteilung allein im Jahr 2011 rund 2,16 Milliarden Euro verloren gegangen seien.

Die Krankenkassen würden vom Gesundheitsfonds zu wenig Mittel erhalten, um ihre Leistungsausgaben für bayerische Versicherte zu decken, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Dies belege das Gutachten.
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