"Ich würde es jederzeit wieder machen"
Zoiglkönigin aus Leidenschaft

Die Schärpe muss Zoiglkönigin Theresa Schönberger am 2. August beim Neuhauser Brunnenfest an ihre Nachfolgerin weiterreichen. Das Dirndl, das ihr Eva-Maria Enslein genäht hat, darf sie weiterhin tragen. Bild: mic
Neuhaus. (mic) "Ich würde es jederzeit wieder machen", erzählt Theresa Schönberger. Ein bisschen traurig ist sie schon, dass ihre Amtszeit als Zoiglkönigin nun zu Ende geht. Beim Brunnenfest am 2. August reicht sie die Schärpe an ihre Nachfolgerin weiter.

Zwei Jahre lange repräsentierte die 20-jährige Abiturientin den Neuhauser Zoigl bei den verschiedensten offiziellen Anlässen.

Die Zoiglkönigin wird traditionell beim Brunnenfest der Pfadfinder gewählt. Wie kam es, dass du gewonnen hast?

Theresa Schönberger: Wir waren 2013 fünf Bewerberinnen und mussten einige Aufgaben bewältigen. Zum Beispiel erraten, welcher Zoiglstern zu welcher Wirtschaft gehört, in einen Masskrug genau einen halben Liter Zoigl einschenken oder aus verschiedensten Zutaten einen Obatztn anrühren. Dass ich gewonnen habe, war mehr Glück als Verstand.

Es gibt Frauen, denen Bier nicht schmeckt. Wie ist das bei dir?

Theresa: Natürlich darf man dem Zoigl nicht ganz abgeneigt sein, da man das Bier ja repräsentiert. Ich denke, es kommt nicht gut, wenn man sagen würde: Ich trinke eigentlich keinen Zoigl.

War das Dirndl bei offiziellen Terminen Pflicht?

Theresa: Bereits bei der Wahl beim Brunnenfest hat jede Bewerberin Tracht getragen. Ich finde, das gehört einfach dazu.

Mit deinem Dirndl hat es eine ganz besondere Bewandtnis....

Theresa: Ja, beim Bierkulturfestival "Leading-Beer" in Amberg hat mich die Haute-Couture-Schneiderin Eva-Maria Enslein angesprochen. Sie hat ein Atelier in München, stammt aber aus Kirchendemenreuth. Da sie nicht wollte, dass ich den Neuhauser Zoigl in einem Dirndl von der Stange repräsentiere, hat sie mir angeboten, eines zu nähen.

Was gehört zu den Aufgaben einer Zoiglkönigin?

Theresa: Hauptsächlich repräsentieren. Ich war ja nicht alleine, sondern hatte die Zoiglprinzessin Sophia Windschiegl an meiner Seite. Wir waren zum Beispiel beim Oldtimertreffen in Wurz, beim Jubiläum der Zoiglstube "Schoilmichl", der Vorstellung des Oberpfalzkalenders, bei der Siegerehrung der Panoramatour und beim Kommunbrautag am 3. Oktober. Aber auch in Mitterteich durften wir einmal für den Zoigl Werbung machen.

Was ist so besonders am Kommunbrautag?

Theresa: Das war unser Tag. Wir waren von 10 Uhr morgens bis spät in die Nacht hinein unterwegs und sind mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammengekommen - auch aus Kanada, Österreich oder Argentienien. Viele wollte Fotos mit uns machen. Anfangs war das ungewohnt, doch dann hat's richtig Spaß gemacht.

Welche Voraussetzungen muss eine Zoiglkönigin für das Amt mitbringen?

Theresa: Vor allem sollte man kommunikativ sein, also kein Mauerblümchen. Ich arbeite nebenbei als Bedienung am Schafferhof, da bin ich schon einiges gewöhnt. Allerdings war manchmal nicht klar, ob wir eine Rede halten müssen oder nicht. Da ging der Puls schon mal auf 180.

Würdest du wieder kandidieren?

Theresa: Auf jeden Fall. Ich habe viel gelernt in dieser Zeit und habe viele Leute getroffen. Es war auch zeitlich kein Problem und ließ sich mit der Schule gut vereinbaren.

Was gibst du deiner Nachfolgerin mit auf den Weg?

Theresa: Sie soll einfach locker und offen bleiben, auf die Leute zugehen und keine Angst vor neuen Herausforderungen haben.
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