Idylle und Moderne vereint

Zum erneuten Male haben die Bürger aus den Ortsteilen Lanz und Oberndorf bewiesen, wie man gemeinsam feiert. Wenn schon die Sonne nicht lachte, so strahlte immerhin Bürgermeister Markus Ludwig mit seinen Bürgern übers ganze Gesicht.

Die Vorbereitungen für die Abschlussfeier der Dorferneuerung in den beiden Orten sind gut gelaufen. Höhepunkt war die Segnung der Kapelle mit Glockenturm. Der Einsatz zur Zusammenführung der beiden Ortsteile hat sich gelohnt.

"Der schöne Klang der Glocke erinnert daran, dass Gott immer da ist", sagte der Püchersreuther Pfarrer Manfred Wundlechner. "Diese große Leistung muss gefeiert werden", meinte der ehemalige Bürgermeister Boris Damzog. "Alle Projekte der Dorferneuerung in Lanz, Oberndorf, Rastenhof und der Weg nach St. Quirin haben ein neues Gesicht bekommen."

Zwölf Jahre lang

Die gesamte Maßnahme kostete zwei Millionen Euro. In zwölf Jahren wurde das ehrgeizige Projekt verwirklicht. "Wenn wir damals gewusst hätten, was in den folgenden Jahren alles auf uns zukommt, wäre der eine oder andere erst mal zurückgezuckt", blickte Damzog zurück. Es habe Kraft gekostet und mehr Zeit als gedacht. "Aber das Ergebnis ist umso überzeugender." Eine über Jahrhunderte gewachsene Ortschaft habe nun ein modernes Antlitz. "Wir brauchen neue Angebote, um attraktiv für Bewohner und Investoren zu bleiben. Idylle und Freiflächen auf dem Land allein reichen nicht."

Mit Leitendem Baudirektor Willibald Perzl, Amtsrat Bernhard Schonath, beide vom Amt für Ländlichen Entwicklung (ALE), dem Planungsbüro SHL und Ingenieurbüro Günther König habe man die ersten Vorschläge erarbeitet. Der Ausbaubeitrag betrug für Oberndorf 1,59 Euro pro Quadratmeter und in Lanz 1,90 Euro. Damzog hob besonders die Errichtung des Backofens mit Backstube in 930 freiwilligen Arbeitsstunden hervor. Für die Kneippanlage waren weitere 159 und für die Kapelle nochmals 390 Stunden nötig. "Die Helfer kamen sogar aus Wöllershof, Reiserdorf und Mohrenstein."

Für Zukunft gerüstet

Die Ergebnisse dieses gemeinsamen Einsatzes seien überall zu sehen. Damzog erinnerte an das Multifunktionshaus, Reiserbach, Dorfplatz, Kneippanlage und Parkplatz sowie die Heimkehr der Glocke von St. Quirin nach Lanz. Er sprach auch davon, dass man im Zuge der Baumaßnahmen etliche Leerrohre unter den Straßen verlegt habe, die der Breitband- und Wasserversorgung dienen.

Grußworte sprachen als Planer Dr. Emil Lehner und Schonath für das Amt für Ländliche Entwicklung. In der Garage der Firma Kunzendorf gab es Schmankerln aus dem Backofen, Salate sowie Kaffee und Kuchen. Die Hausmusik Träger spielte zur Unterhaltung. In der Halle waren zudem sechs Schautafeln mit alten Ansichten, Bildern während der Bauphase und nach deren Abschluss aufgestellt.
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