Ilse Aigner erhebt Anspruch auf Seehofer-Nachfolge
Teamplayer als Kapitän?

Mit einem eindrucksvollen Vertrauensbeweis ihrer oberbayerischen Parteifreunde strebt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (50) in der CSU weiter nach ganz oben. Sie wurde mit 96,3 Prozent als Bezirksverbands-Vorsitzende bestätigt. Zumindest indirekt erhob sie mit Blick auf die Landtagswahl 2018 Anspruch auf die Nachfolge von Ministerpräsident Horst Seehofer.

Aigner verweist auf die Ergebnisse oberbayerischer Spitzenkandidaten wie Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber und Amtsinhaber Seehofer. "In Oberbayern werden die Wahlen gewonnen", bestätigt Letzterer. Nur 12 Delegierte stimmten am Samstag beim Bezirksparteitag in Miesbach gegen sie, 366 mit Ja. Seehofer hatte die Ministerin zur Wiederwahl vorgeschlagen und sie eine Mannschaftsspielerin genannt: "Ich kann mich blind auf Dich verlassen."

Aigner bleibt somit auf Augenhöhe mit Konkurrent Markus Söder, der bei seiner Wiederwahl als Chef des Bezirks Nürnberg-Fürth-Schwabach 98 Prozent erreicht hatte. Neu in der Riege der Stellvertreter Aigners ist Staatskanzlei-Chef Marcel Huber (mit 98,9 Prozent). Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt musste sich mit 88,3 Prozent begnügen.
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