im stoischen Aufzug
Entschleunigung

Entschleunigung im stoischen Aufzug Die Aufzüge im Maximilianeum arbeiten mit erhabener Bedächtigkeit. So mancher mag sich schon überlegt haben, ob ein kleines Stehcafés vor den elektrischen Schiebetüren nicht eine gute Geschäftsidee wäre. Auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm leidet unter der stoischen Behäbigkeit. Denn ist der Aufzug endlich einmal da, ist man noch lange nicht am Ziel. Drei Stockwerke nur sind es hinauf zu Stamms Büro, aber die Zeit mit Halt an jeder Station reicht l
Die Aufzüge im Maximilianeum arbeiten mit erhabener Bedächtigkeit. So mancher mag sich schon überlegt haben, ob ein kleines Stehcafés vor den elektrischen Schiebetüren nicht eine gute Geschäftsidee wäre. Auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm leidet unter der stoischen Behäbigkeit. Denn ist der Aufzug endlich einmal da, ist man noch lange nicht am Ziel. Drei Stockwerke nur sind es hinauf zu Stamms Büro, aber die Zeit mit Halt an jeder Station reicht locker, um über den einschläfernden Schließmechanismus zu philosophieren oder ein Standardwerk für leise Flüche und Stoßseufzer zu verfassen. Am Ende aber findet Stamm ihren Frieden in dem Gedanken, dass dieser Aufzug im hektischen Politikbetrieb ein willkommener Hort der Entschleunigung ist. Man darf es nur nicht eilig haben. (jum)

Mehr Ökologie im Gefängnisgarten

Nach den mäßigen Wahlergebnissen des Jahres 2013 hatten sich die Grünen ein Zurück zu ihren Ursprüngen geschworen. Sie tun dies mit beachtlicher Konsequenz. So fordern die Grünen in einem federführend von Fraktionschefin Margarete Bause eingebrachten Antrag, die Äcker und Gemüsegärten in den bayerischen Gefängnissen künftig komplett ökologisch zu bewirtschaften. Um knapp 1000 Hektar geht es dabei. Neben dem Einsatz von Kompost und Mist zur natürlichen Düngung empfehlen sie die Ausweitung der "mechanischen Unkrautbekämpfung durch Gefangenenarbeitskräfte". Die Sponti-Grünen früherer Tage hätten wohl gesagt: Knackis, jätet Unkraut! (jum)

Kennzeichen an die Weihnachtsgans

Rechtzeitig vor den Festtagen hat SPD-Tierschützer Herbert Woerlein mahnend den Zeigefinger erhoben. Er verlangt eine Kennzeichnungspflicht für Gänsestopfleber. Hierzulande ist die unappetitliche Zwangsernährung des Federviehs zwar verboten, doch der größte Teil der an Weihnachten verzehrten Gänse wird importiert. Und einer tiefgefrorenen Gänsebrust sieht man eben nicht an, wie das Tier vorher gemästet wurde. Damit der Verbraucher seine Gans mit reinem Gewissen kaufen könne, ohne Furcht zu haben, damit Tierquälerei Vorschub zu leisten, müsse die Kennzeichnungspflicht dringend her, so Woerlein. (jum)
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