In Bayern lassen sich immer weniger Paare scheiden
Nach sechs Jahren ist Schluss

Symbolbild: dpa
Fürth/München. (dpa) Die Zahl der Ehescheidungen ist in Bayern weiter rückläufig. So wurden im vergangenen Jahr 24 463 Ehen geschieden, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag in Fürth mitteilte. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor, als noch 24 797 Scheidungen zu verzeichnen waren.
Damit bestätigt sich ein seit einigen Jahren anhaltender Trend.

Seit 2011 sinkt die Zahl der Ehescheidungen in Bayern kontinuierlich, insgesamt um rund neun Prozent. Im Vergleich zum Rekordjahr 2003, als mit 29 992 Scheidungen der bisherige Höchststand registriert wurde, ist die Zahl der Scheidungen 2014 sogar um mehr als 18 Prozent zurückgegangen.

Wie das Amt weiter berichtete, sind es mehrheitlich die Frauen (49 Prozent), die eine Auflösung der Ehe beantragen. In 42 Prozent der Fälle ging die Initiative vom Mann aus, bei neun Prozent aller gerichtlichen Ehelösungen wurde das Verfahren gemeinsam beantragt.

Verhältnismäßig viele Ehen wurden in Bayern im Jahr 2014 zwischen dem fünften und achten Ehejahr geschieden. Am häufigsten von einer Scheidung betroffen waren Ehen mit einer Ehedauer von sechs Jahren. Die durchschnittliche Ehedauer im Scheidungsfall lag im Jahr 2014 bei 14,6 Jahren.

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