In Unterfranken bis zu 39 Grad erwartet - Badegewässer sind sauber
Bayern glüht

Bild: dpa
München/Würzburg. (dpa) Heiß, heißer, Unterfranken - der Nordwesten Bayerns bekommt in den nächsten Tagen die Hitzerekorde ab. Schon für Donnerstag rechneten die Meteorologen mit Temperaturen bis zu 37 Grad in der Main-Region um Kitzingen. Am Vormittag wurden dort bereits 31 Grad gemessen. «Am Wochenende legt der Sommer noch eine Schippe drauf», sagte der Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst, Dominik Smieskol. «Die Hitze wird sich weiter ausdehnen.» Dann seien in Unterfranken bis zu 39 Grad und in Südbayern 35 Grad möglich.

Erste Wärmegewitter könnte es am Freitagnachmittag am westlichen Alpenrand geben. Für ganz Bayern ist der Sonntag der gewitteranfälligste Tag. Am ehesten dürfte es den Nordwesten des Freistaats erwischen. Bei zunehmender Gewitterneigung bleibt es nach der Vorhersage bis Dienstag kommender Woche sommerlich heiß. «Die große Abkühlung ist nicht in Sicht», erläuterte Smieskol.
Fast alle bayerischen Badeseen ermöglichen auch in diesem Sommer Abkühlung ohne Gesundheitsrisiko. Nach der am Donnerstag vom Gesundheitsministerium veröffentlichten aktuellen Badegewässerkarte werden 356 der 377 EU-Badestellen in Bayern als «ausgezeichnet» bewertet, 13 als «gut», nur zwei als «ausreichend» oder «mangelhaft».

Mit Blick auf den erwarteten Ansturm auf die Badegewässer am Wochenende erinnerte die Wasserwacht an Verhaltensregeln, die beim Schwimmen vor allem in Seen und Flüssen beachtet werden sollten. So sollten sich Nichtschwimmer stets an Markierungen und Begrenzungen halten. «Springe nie erhitzt ins Wasser» lautet eine Faustregel, ebenso «bade nicht mit vollem Magen» und «gehe nicht übermüdet ins Wasser». Wer friert, soll raus aus dem kühlen Nass, so eine weitere Empfehlung.

Das Würzburger Deutschhaus-Gymnasium, das sich eine Kleiderordnung für weniger Freizügigkeit verpasst hat, geht die Hitze indessen locker an. «Wir haben eine ganz probate Reaktion auf diese Hitze und die heißt einfach: hitzefrei», sagte Schulleiter Norbert Baur. Die Schule hatte kürzlich einen Zehn-Punkte-Dresscode eingeführt. Bauchfrei, Unterwäsche-Blitzer und allzu kurze Hosen oder Röcke sind demnach auf dem Schulgelände tabu.

Die Hitze bringt auch Richter und Anwälte ins Schwitzen. Manche Sitzungssäle heizten sich auf bis zu 40 Grad auf, sagte der Präsident des Bayerischen Anwaltverbands, Michael Dudek. Dann werde bei der Robenpflicht «auch mal ein Auge zugedrückt». Wenn der Vorsitzende Richter die Robenpflicht aufhebt, dürften Justizpersonal und Anwälte darauf verzichten. Und wenn der Richter doch auf der Robe besteht? «Dann ist das Sakko nach zwei Stunden eben durchgeschwitzt.»
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