"Indiana Jones" abgestürzt

Harrison Ford und seine Frau Calista Flockhart ("Ally McBeal").

Hollywoodstar Harrison Ford ist ein begeisterter Hobbyflieger. Und glücklicherweise ein guter Pilot. Eine Bruchlandung auf einem Golfplatz ist für ihn glimpflich ausgegangen. Es hätte alles viel schlimmer kommen können.

Es war kein Stunt, sondern eine Bruchlandung, die "Indiana Jones"-Darsteller Harrison Ford am Donnerstag auf einem Golfplatz in Südkalifornien hinlegte. Sein einmotoriger Oldtimer-Flieger, ein Trainingszweisitzer aus dem Zweiten Weltkrieg, prallte mit der Nase auf den Rasen. Ford wurde verletzt. Augenzeugen sprachen von einer tiefen Schnittwunde am Kopf. Sein ältester Sohn, Ben Ford, gab beim Besuch im Krankenhaus schnell Entwarnung: "Angeschlagen, aber ok!", twitterte der 47-Jährige. "Er ist genau der Mann, wie man ihn sich vorstellt". Sein Vater sei "unglaublich stark". Die Ärzte erwarteten eine vollständige Genesung, beruhigte eine Sprecherin die Fans des Schauspielers.

Harrison Ford, der sich als peitschenschwingender Archäologe "Indiana Jones" in gefährliche Abenteuer stürzt, steht mit 72 Jahren immer noch auf Action. Im Dezember kehrt er als Weltraumheld Han Solo im neuesten "Star Wars"-Film ins Kino zurück. Auch als leidenschaftlicher Hobbyflieger, der erst mit Mitte 50 seinen Pilotenschein machte, ist Ford nicht zu bremsen. 1999 legte er mit seinem Hubschrauber in Kalifornien eine Bruchlandung hin. Er kam mit dem Schrecken davon. Ein Jahr später musste er bei starken Winden seine Beechcraft Bonanza im US-Staat Nebraska notlanden.

Er liebe das Gefühl von Freiheit, beschreibt Ford seine Flugleidenschaft. Diese hätte am Donnerstag aber auch tragisch enden können. Glücklicherweise habe das Flugzeug bei der Notlandung in dem dicht besiedelten Wohngebiet keine Häuser getroffen, sagte Pat Butler von der Feuerwehr in Los Angeles. Fords Sprecherin Ina Treciokas zufolge gab es schon beim Start in der kalifornischen Küstenstadt Santa Monica ein Problem mit dem Motor. "Er hatte keine andere Wahl, als eine Notlandung zu machen", teilte Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit.

"Indiana Jones" hätte es kaum besser machen können. Ford habe eine "wunderbar ausgeführte erzwungene Landung" vollzogen, lobte der Chef des Flughafenverbands von Santa Monica, Christian Frey, das Manöver des Hollywoodstars.
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