Infektion trotz Schutz

Nach der Infektion mit Ebola einer Krankenschwester in den USA wird mit Hochdruck nach der genauen Ursache geforscht. Wie konnte es trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen zu der Infektion kommen? "Wir wissen nicht, was bei der Pflege des Index-Patienten, des ersten Patienten in Dallas, passierte", sagte der Chef der US-Gesundheitsbehörde CDC, Tom Frieden, am Sonntag (Ortszeit). "Aber an irgendeinem Punkt gab es einen Verstoß im Protokoll und der Verstoß führte zur Infektion."

Die Klinikmitarbeiterin hatte Thomas Duncan gepflegt, den ersten Ebola-Patienten in den USA. Erst kürzlich hatte sich eine Pflegehelferin in Spanien bei einem Patienten angesteckt. Sie soll sich beim Ausziehen des Schutzanzugs mit einem Handschuh versehentlich ins Gesicht gefasst haben. Sowohl der Patient in Spanien als auch der in den USA hätten bereits starke Symptome und damit eine sehr hohe Viruslast gehabt, erläuterte Prof. Christian Drosten vom Institut für Virologie in Bonn. Damit sei das Risiko für eine Übertragung vergleichsweise hoch gewesen. Das Ausziehen des Schutzanzuges sei ein komplexer Prozess, bei dem die Reihenfolge einzelner Handgriffe exakt eingehalten werden müsse. (dpa)
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