Initiative "Schau hin" appelliert an Eltern, Medienkompetenz zu vermitteln
Hinter Schock-Videos im Netz stecken oft Betrüger

Besonders unerfahrene Internetnutzer wie Kinder fallen auf die Maschen der Betrüger herein und lassen sich von Schock-Videos ködern. (Bild: dpa)

Mit angeblich schockierenden Videos versuchen die Betreiber einiger Internetportale derzeit Nutzer auf ihre Seiten zu locken. Gerade unerfahrene Nutzer wie Kinder fallen auf die Maschen der Betrüger herein. Doch das Internet hält auch Seiten bereit, die Kindern sicheres Surfen ermöglichen und Eltern Hilfestellung geben können.

Das erklärt die Initiative «Schau hin! Was dein Kind mit Medien macht». Die vermeintlichen Schock-Videos köderten oftmals sogar mit der Vorgabe falscher Tatsachen, wie zum Beispiel dem Tod eines Prominenten. Mit dem Klick auf eine solchen Beitrag gelangen Nutzer dann auf eine Seite, auf der sie aufgefordert werden, das Video zu teilen oder bei Facebook zu "liken", bevor es startet.

Unwissentliches Abonnement

Klicken User dann auf die entsprechende Schaltfläche, werden sie auf ein externes Werbe-, Flirt- oder Spieleportal weitergeleitet. Unwissentlich abonniert der Nutzer den Inhalt dieser Seiten und empfiehlt das Portal seinen Facebookfreunden weiter, so Schau hin. Eltern sollten ihren Kindern deshalb erklären, dass seriöse Webseiten auf derartige Schock-Videos verzichten.

Manche Webseiten locken außerdem mit reißerischen Überschriften auf angebliche Nachrichten, die sich dann als Ente entpuppen. Eltern sollten mit ihren Kindern darüber sprechen, woran sie seriöse Nachrichtenseiten mit vertrauenswürdigen Informationen erkennen. Webseiten, die mit reißerischen Schlagzeilen die Nutzer zum Anklicken animieren, gehören der Medienratgeber-Initiative zufolge nicht dazu.


Sicheres Surfen für Kinder

Auf der Internetplattform Ein Netz für Kinder können 6- bis 12-Jährige sicher und geschützt surfen. 68 ausgewählte Seiten bieten altersgerechte Informationen, Spaß und Unterhaltung. «Sie sind ein wichtiges Angebot für Kinder, um sich die Kompetenzen anzueignen, die im digitalen Zeitalter unverzichtbar sind», so Kultusstaatsministerin Monika Grütters (CDU) im September.

"Ein Netz für Kinder" ist seit 2008 eine gemeinsame Initiative von Politik, Wirtschaft und Institutionen des Jugendschutzes. Grütters Haus fördert das Projekt mit jährlich bis zu einer Million Euro. Zum Angebot gehört auch die Kinder-Suchmaschine www.fragFINN.de, die ausschließlich auf geprüfte und für Kinder unbedenkliche Seiten führt.