Innenminister beim 9. Bayerischen Katastrophenschutzkongress in Weiden
Freistaat investiert in die Nachwuchsgewinnung

Joachim Herrmann. (Archivbild: dpa)
Weiden. (dpa) Angesichts der zunehmenden Intensität und Anzahl von Großschadensereignissen wie jüngst der Sturm Niklas hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf dem 9. Bayerischen Katastrophenschutzkongress in Weiden herausgestellt, dass ohne die Hilfe und das ehrenamtliche Engagement Tausender Einsatzkräfte aus der Mitte unserer Gesellschaft die Schäden an Mensch, Eigentum und Natur noch um ein Vielfaches höher wären und auch nicht so schnell behoben wären. Der Innenminister plädierte deshalb für eine intensive Fortsetzung der Nachwuchsförderung und eine weitere Förderung der Ausstattung im Katastrophenschutz.

Anschubfinanzierung und Projektförderung

Dabei hob Herrmann hervor, dass bei den freiwilligen Hilfsorganisationen inzwischen Konzepte zur Nachwuchsgewinnung entwickelt worden sind. Im Haushalt 2014 und im Doppelhaushalt 2015/2016 standen und stehen dafür Zuschüsse von jährlich 100.000 Euro als Anschubfinanzierung und Projektförderung für die Hilfsorganisationen zur Verfügung.

Herrmann: "Für die Kampagnen des Landesfeuerwehrverbandes Bayern stehen für die Freiwilligen Feuerwehren zur Nachwuchsgewinnung wie seit 2011 dieses und nächstes Jahr wieder jeweils 275.000 Euro Fördermittel bereit."

Weitere fünf Millionen für Katastrophenschutz

Bayern investiere aber auch massiv in den Katastrophenschutz. So wurde beginnend mit dem Doppelhaushalt 2009/2010 ein mehrjähriges Investitionssonderprogramm Katastrophenschutz mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro aufgelegt. "Seit 2009 hat der Freistaat bereits mehr als 14 Millionen Euro für Einsatzfahrzeuge und wichtige Ausrüstungsgegenstände für die freiwilligen Hilfsorganisationen und Feuerwehren bereitgestellt. Und im Doppelhaushalt 2015/2016 sind weitere fünf Millionen vorgesehen."

Darüber hinaus habe das neu geschaffene Investitionssonderprogramm Hochwasser im Jahr 2015 ein Volumen von rund 5,5 Millionen Euro. Damit finanziere der Staat eine optimale Ausrüstung zur Bekämpfung von Hochwasser.

"Gelebte Mitverantwortung des Einzelnen"

Herrmann fasste zusammen, dass der Freistaat die Gefahrenabwehr durch Feuerwehr und Rettungsdienste nach Kräften unterstütze. Ohne das enorme Engagement tausender Freiwilliger, vor allem in den ländlichen Gebieten, sei diese hohe Qualität der Gefahrenabwehr jedoch nicht haltbar. Herrmann: "Genau diese gelebte Mitverantwortung des Einzelnen für seinen Nächsten ist jedoch eine der Stärken des Freistaats."

Für die Sicherheit durch Feuerwehr und Rettungsdienste sorgen in Bayern rund 470.000 Einsatzkräfte – 450.000 davon im Ehrenamt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.