Institut: Zahl der Terror-Opfer nimmt sprunghaft zu
Irak trauriger Spitzenreiter

Die Zahl der Terror-Opfer in der Welt ist 2014 massiv angestiegen. Nach Angaben des Instituts für Wirtschaft und Frieden wurden im vergangenen Jahr mehr als 32 650 Menschen durch Terroranschläge getötet, rund 80 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch die wirtschaftlichen Kosten des globalen Terrorismus klettern nach Recherchen des Instituts rasant: Im vergangenen Jahr hätten sie 53 Milliarden Dollar erreicht - die Kosten lägen damit zehnmal höher als im Jahr 2000.

Am weitaus meisten vom Terror betroffen seien Länder wie Afghanistan, Irak, Nigeria sowie Pakistan und Syrien, heißt es im sogenannten Globalen Terrorismus-Index, den die Organisation am Dienstag in London veröffentlicht hat. Am schlimmsten sei die Lage im Irak, allein dort starben im vergangenen Jahr fast 10 000 Menschen als Opfer des Terrorismus.

Der Chef des Instituts, Steve Killelea, gab keine weiteren Erklärung in Bezug auf die Anschläge in Frankreich. Er verwies aber auf die hohe Zahl von Muslimen, die aus Frankreich zur Unterstützung der Terrormilizen nach Syrien gingen. "Nur aus Russland gehen noch mehr Menschen nach Syrien." Hauptakteure des weltweiten Terrors seien die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die in Westafrika operierende Boko Haram, heißt es in dem Bericht weiter. Diese beiden Gruppierungen seien für gut die Hälfte aller Terror-Opfer verantwortlich.
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