Interessenten für Löschteich

Bürgermeisterin Margit Kirzinger (stehend) sowie Geschäftsleiter Josef Forster, Bauamtsleiterin Kerstin Wilka-Dierl und Kämmerer Karl Schmid (im Hintergrund, von rechts) kümmerten sich in der Bürgerversammlung um die Belange der Reinhardsriether. Bild: fjo

Die Marktgemeinde Waidhaus möchte den Feuerlöschteich samt Grundstück in Reinhardsrieth verkaufen. Dass dies nicht so einfach geht, wurde in der Bürgerversammlung deutlich.

Bei der ersten Ortsteilversammlung war die Gaststätte "Peternhof" vollbesetzt. Bürgermeisterin Margit Kirzinger dankte zunächst für die Pflege im Umfeld der Dorfkapelle und des Ortsbilds. Die Feuerwehr lobte sie nicht nur für die Einsätze, sondern auch für die Belebung der Geselligkeit "als wichtigen Faktor in diesem Dorf".

Günstige Lösung finden

Ausführlich widmete sich die Rathauschefin anschließend dem Thema, "das sich die Bewohner schon lange gewünscht hatten". Für den Waidhauser Teil des Kaltlohwegs sei eine kostengünstige Lösung gesucht und gefunden worden. "Nun ist dieser ausgebaut und mit einer schönen Teerdecke versehen."

Für die "doch relativ tiefen Straßengräben" seien nun Begrenzungspfosten bestellt worden. Diese sollen auch als Orientierungshilfe dienen. Mit der Verwirklichung hegte Kirzinger den Wunsch "damit einen Anstoß für die Fortführung auf Pleysteiner Gemeindegebiet gegeben zu haben".

Die Durchlässe für den Bachlauf unterm Teufelssteg waren ein weiteres Thema, nachdem beide durchgebrochen sind. Dadurch wären Wellen in der Straße entstanden. Der Bauhof könne die Trasse asphaltieren, was im Zuge mehrerer anstehender Ausbesserungen im Frühjahr geschehe. Die Kommune möchte das Grundstück mit dem Feuerlöschteich verkaufen. "Es wären nämlich Interessenten da", informierte Kirzinger. Als Verantwortliche der Feuerwehr wiesen Josef Kick und Josef Hösl aber sofort auf die rechtlichen Anforderungen des Gewässers hin. Bei einem Veräußerung gelte es, den Status als Löschteich zu sichern. Sollte deshalb kein Verkauf möglich werden, müsse der Zaun umgehend erneuert werden, erklärte die Bürgermeisterin. "Wir sind auf der Suche nach einer passenden Lösung."

Die Materialkosten betragen rund 7000 Euro. Hösl bat, sicherzustellen, dass das Areal auf alle Fälle weiterhin zum Üben zur Verfügung stünde. Dabei betonte er die Notwendigkeit einer Einzäunung als rechtliche Vorschrift. Marktrat Thomas Glaser schlug als Alternative die Prüfung einer Verpachtung vor. Daher setzte die Bürgermeisterin eine Ortsbesichtigung mit dem Bauausschuss an.

Zum Schluss ging es um die Realisierung der Breitbandversorgung, bei der Reinhardsrieth Priorität zukomme. Deshalb sei der Ortsteil in den ersten Abschnitt aufgenommen. Die Anschlüsse sollten im kommenden Jahr fertig sein. "Wir müssen schauen, dass wir mit den Fördermitteln hinkommen, andererseits diese auch ganz ausschöpfen", fasste Kirzinger die Bestrebungen des Marktrats zusammen.

Außerdem erwähnte sie die Zusammenarbeit mit Georgenberg als zusätzliche Fördermöglichkeit. "Das können wir machen, das können wir uns leisten. Da müssen wir nicht feilschen, ich freue mich, euch das mitteilen zu können." Ins Detail ging Geschäftsleiter Josef Forster: "Derzeit läuft die Ausschreibung für eine Versorgung mit 16 Megabit. Außer der Forsthütte sei eine Versorgung aller Anwesen geplant. Genaueres kann im Internet nachgelesen werden."

Der Zeitplan der Bauarbeiten liege nicht in der Hand der Marktgemeinde. Nur die Grundstücksanschlüsse müssten die Besitzer selbst bewerkstelligen, wobei Glaser ergänzte, dass wohl die bestehenden Anschlüsse weiter genutzt werden könnten. Dorothea Träger fragte nach der Anbindung ihres Weilers Berghaus, Forster musste sie jedoch enttäuschen. "Hier werden zusätzliche 600 Meter Kabel notwendig. So ein Anschluss ist nicht förderfähig." Er sagte jedoch zu, eine auf die neuen Kabelverlegungen aufbauende Funklösung im zweiten Abschnitt zu prüfen.

Erhebliche Risse

Anja Puff bat um einen Wegweiser auf Höhe des ehemaligen Schulhauses zu den im Tal liegenden Anwesen, was die Bürgermeisterin spontan zusagte. Die vor ein paar Jahren erneuerte Straße Richtung Pfeiferloh brachte Hösl zur Sprache, nachdem sich dort erhebliche Risse zeigten.

Das Zuwachsen der dort abzweigenden Zufahrt sprach Günther Rösch an. Zur nördlichen Ortseinfahrt sagte Kirzinger eine Geschwindigkeitsmessanlage zu, nachdem sich mehrere Teilnehmer über zu schnelles Fahren beschwert hatten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.