Internationaler Kampf gegen Magersucht bei Models

Auch in anderen Ländern wurden Maßnahmen gegen untergewichtige Models getroffen. Einige Beispiele:

Israel: Seit 2013 verbietet Israel als weltweit erster Staat untergewichtigen Models per Gesetz die Arbeit. Auch Fotografen, Agenturen und Magazine werden in Verantwortung genommen.

Deutschland: 2012 riefen die Veranstalter der Berliner Fashion Week und das Magazin "Vogue" die Designer vor der Modewoche dazu auf, sich beim Casting an die Prinzipien einer internationalen Gesundheitsinitiative der Zeitschrift zu halten. Die Frauen sollen demnach ein "gesundes Körperbild" transportieren. Das Bundesgesundheitsministerium hatte bereits 2008 an die Designer appelliert, auch bei der Modewoche keine Magermodels einzusetzen.

Italien: Die Regierung in Rom einigte sich 2006 mit den Modeverbänden des Landes auf eine Grundsatzerklärung gegen Magersucht. Bei Modenschauen in Mailand setzen seitdem viele Designer auf kurvigere Models.

Spanien: Madrid entschied 2006 als erste internationale Modemetropole, zu magere Models von den Laufstegen zu verbannen. Die Veranstalter der Madrider Modewoche schließen in nahezu jedem Jahr einzelne Models wegen Untergewichts von der Teilnahme aus.

Großbritannien: Die Londoner Modewoche startete 2009 eine Kampagne gegen Magermodels. Die britische Modeindustrie setzt sich seit 2007 für unterschiedliche Konfektionsgrößen ein, nachdem drei Models an Magersucht starben. (dpa)
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