Internet-Pionier Norbert Weig kombiniert Adventskalender und Fotopuzzle
120 Puzzleteile bis Weihnachten

Erst Fotobuch, dann Fotopuzzle und jetzt Adventskalender: Norbert Weig geht schon wieder mit einem neuen Produkt auf den Markt. Bild: sbü
Altenstadt/WN. (sbü) Internet-Pionier Norbert Weig macht es wieder einmal vor. Er hat eine neue Produktidee, ein gutes Team im Unternehmen, den Mut zum Markttest und zum Kapitaleinsatz. Der Zeitpunkt für die Markteinführung ergibt sich von alleine.

Norbert Weig geht seinen Weg konsequent weiter. Er hat schon die Welt des Internets verstanden, als die meisten noch in ihre Commodore 64 Tabellen und Zahlenreihen eintippten. Zunächst war er IT-Dienstleister, dann kam er auf die Idee, ein Fotobuch anzubieten und so die Entwicklung der digitalen Fotografie für ein neues Produkt zu nutzen. Als das Unternehmen florierte, verkaufte er es. 2009 startete er mit Fotopuzzle einen Neuanfang. Schnell war er wieder auf Erfolgskurs.

Aber Weig ist noch lange nicht zufrieden. Jetzt bringt er einen völlig neuartigen Adventskalender auf den Markt. Dem kreativen Unternehmer ist nicht bekannt, dass es so etwas schon gibt. Er kombiniert Adventskalender und Fotopuzzle zu einem einheitlichen Produkt. Und so erklärt er seine neue Idee "120 Puzzleteile aus dem Kundenfoto sind auf 24 Fächer, man kann auch Kästchen sagen, verteilt." Zusätzlich können zu den 5 Puzzleteilen pro Tag auch noch die üblichen Süßigkeiten eines "normalen" Adventskalenders beigefügt werden.

"Der persönlichen Kreativität ist keine Schranke gesetzt", sagt Weig. So stellt er sich vor, dass zum Beispiel auch eine Einladung oder sogar ein Heiratsantrag in Puzzleteile zerlegt werden kann. Überraschungen bis zur Vervollständigung des Puzzles am Heiligen Abend seien kaum Grenzen gesetzt.

35 Mitarbeiter

Zunächst sollen nur 4000 Adventskalender-Puzzles produziert werden. "Wir wollen den Markt testen, noch ist dies ein ganz kleiner Anteil unter unseren jährlich 250 000 verkauften Einzelprodukten", verrät er. Diese Systematik in der Vorgehensweise kennzeichnet auch den gesamten Entwicklungsprozess des neuen Produkts. Er beschreibt diesen wie den Drehbuch eines Films. Auch Vorlesungen über Produktentwicklung könnten damit bestritten werden.

Begonnen hat alles vor rund einem Jahr, als Weig sah, dass Kunden solche Adventskalender selbst gebaut und befüllt haben. Alle Aufgabenbereiche seines 35-Mitarbeiter-Betriebs in Altenstadt wurden beteiligt. "Zunächst entwarfen wir gemeinsam die Konzeption", erzählt Weig. Lieferanten mussten ausgewählt werden, denn die rein mechanische Herstellung sollte durch externe Dienstleister erfolgen. Die Software für die Umwandlung des Kundenfotos in Druckdaten musste entwickelt werden.

Wie präsentieren wir das Produkt? Wie kann der Bestellablauf gestaltet werden? Wie soll die Seite auf dem PC-Monitor aussehen, und wie funktioniert alles auf dem Handy? Erste Testexemplare wurden gefertigt. Dann folgten die Marketing-Schritte wie Suchmaschinenoptimierung, "denn wir wollen schließlich gefunden werden".

Nischenanbieter

Werbebanner-Entwicklung und Kundenansprache zählt Weig ebenfalls auf. Und weil sich die Idee unter anderem auch auf andere Motive, wie zum Beispiel Stadtansichten, übertragen lässt, gibt es ein Parallelprodukt in Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung. "Wenn ein neues Produkt online geht, sind wir aufgeregt wie Künstler am Tag ihrer Premiere", gesteht der Tüftler.

Mit dem Kalender - die Einführung ist in der ersten Novemberwoche geplant - will Weig auch dem fortschreitenden Individualisierungstrend im elektronischen Handel entsprechen. Sein Unternehmen sieht er als "Nischenanbieter für interaktive Produkte". "Wir müssen uns auch generell auf die ständig zunehmende Nutzung mobiler Geräte durch unsere Kunden einstellen", sagt der Parksteiner. Weggefallen sei auch jegliche Scheu, das Handy als Zahlungsmedium zu verwenden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.