Islamischer Staat mit vielen Einnahmequellen
Reicher Terror

Die Terrormiliz Islamischer Staat kann auf mehr Geld zurückgreifen als jede andere Terrororganisation. Sie finanziert sich nicht nur aus Spenden, Lösegeld, Banküberfällen oder Schmuggelgeschäften wie andere Gruppen, sondern kann auf die staatliche Infrastruktur in den von ihr eroberten Gebieten Syriens und des Iraks zurückgreifen. Allerdings hat der IS auch hohe Ausgaben in seinem "Kalifat", der Staatsdienste vorhalten muss. Exakte Angaben, wie reich der IS tatsächlich ist, gibt es nicht.

Als eine Haupteinnahmequelle gilt der Verkauf von Erdöl zum Beispiel aus den Ölfeldern Al-Tanak und Al-Omar in Ostsyrien. Öl wird auch in kleinen primitiven Raffinerien verarbeitet und über die türkische Grenze sowie in die irakischen Kurdengebiete geschmuggelt. US-Experten schätzen die Einnahmen auf eine bis zwei Millionen Dollar pro Tag. Die französische Luftwaffe hatte deshalb zuletzt gezielt die Ölindustrie-Infrastruktur im IS-Gebiet angegriffen, um diese Finanzquelle versiegen zu lassen.

Zudem erheben die Extremisten in ihrem "Kalifat" Steuern. Das soll nach Schätzungen bis zu eine Million Dollar pro Tag einbringen. Die Financial Action Task Force, ein internationales Gremium gegen Geldwäsche, beschrieb das IS-Steuersystem im Februar 2015 als "ausgeklügelte Schutzgelderpressung" der einheimischen Händler. Nicht-Muslime müssen eine Sondersteuer zahlen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.