Jagdgenossen sprechen sich gegen Instandhaltung aus
Lieber Auszahlung

Trotz intensiven Appells von Jagdgenossenschafts-Vorsteher Josef Baier, den Jagdpacht für die Instandhaltung der Wirtschaftswege zu nutzen, stimmte die Mehrheit der Jagdgenossen für eine Auszahlung. Die Jahreshauptversammlung der Genossenschaft Leuchtenberg-Döllnitz ging im Schützenhaus über die Bühne.

Von den 31 Stimmberechtigten votierten 26 für eine Auszahlung, nur einer für den Wegebau, drei für eine andere Verwendung, ein Wahlzettel wurde leer abgegeben. Die Jagdgenossen sprachen über einige Wege, die trotz Instandsetzung vor ein paar Jahren schon wieder enorm beschädigt sind. Ebene Wege sind schlechter beieinander als die mit Steigung, so auch der Weg von der Preppacher Straße zur Wittschauer Straße. Er wurde durch die Verlegung des Stromkabels enorm beschädigt. Vizebürgermeister Karl Liegl erklärte, dass die ausführende Firma den Weg wieder herstellen wird.

Die Marktgemeinde kann wegen des Konsolidierungsprogramms keine finanzielle Hilfe beisteuern. Liegl hofft aber, dass in ein paar Jahren wieder Spielraum besteht. Der stellvertretende Bürgermeister bezeichnete den Vorstand als Dreh- und Angelpunkt und lobte das gute Miteinander zwischen Pächter, Jäger und Jagdgenossen.

Jagdpächter Siegfried Kleber kritisierte das staatliche Verbissgutachten, das alle drei Jahre gestellt wird. Im Revier wurden Luchse gesichtet, die aber kein Problem darstellen. Jäger haben die Befürchtung, dass Wölfe rudelweise auftreten, und so zum Problem werden könnten. Das gelte auch für Hunde, die immer wieder bei Dämmerung herrenlos unterwegs seien. Fünf Wildschweine wurden erlegt.

Kassier Albert Stangl gab bekannt, dass 1562 Euro an die Jagdgenossen im vergangenen Jahr ausbezahlt wurden, 126 Euro bekam die Kirche Döllnitz, 63 Euro die Kirche Woppenhof, 46 Euro die Kapelle in Wittschau und den Überschuss in der Jagdkasse von 380 Euro ebenfalls die Kirche Döllnitz.
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