Jagdschilling nicht für Feldwege

Bei der Jagdgenossenschaft Gröbenstädt berichtete Bürgermeister Hermann Ach über den schlechten Zustand von Feld- und Waldwegen. Der Jagdschilling könnte bei der Instandsetzung helfen. Die Jäger sahen das anders.

Die Jagdgenossenschaft Gröbenstädt hielt ihre Jahreshauptversammlung im Gasthaus Schwabl. Jagdvorsteher Reinhold Baier berichtete, dass heuer wieder ein forstliches Gutachten zur Situation der Waldverjüngung erstellt wird. Nach diesem Gutachten wird der Abschussplan für 2016 bis 2019 nach den Grundlagen der Hegegemeinschaft aufgestellt.

Die letzte Expertise der Hegegemeinschaft Eslarn wurde 2012 als tragbar eingestuft. Ein neues Sachverständigen-Urteil wird nur auf Antrag der Jagdgenossen veranlasst. Weiter berichtete Baier, dass zwischen Pächter Roland Bäumler, Mitbegeher Johann Hanauer und dem zweiten Mitbegeher Sebastian Sperl eine gute Zusammenarbeit herrsche.

Kataster aktuell

Der Jagdvorsteher hat außerdem das Kataster auf den aktuellen Stand gebracht. Die bejagbare Fläche ist nun 485,3864 Hektar groß, mit 463 Grundstücken und 76 Jagdgenossen. Die nicht bejagbare Fläche umfasst 33,1202 Hektar. Am Bericht von Kassier Johann Hanauer hatten Bruno Voit und Christian Kindl nichts auszusetzen.

Bei den Neuwahlen bestätigten die 20 stimmberechtigten Teilnehmer Baier als Jagdvorsteher. Zum zweiten Jagdvorsteher wählten sie Johann Braun. Beisitzer sind Christian Kindl und Josef Putzer. Neuer Kassier ist Wolfgang Eckl. Schriftführer bleibt Christoph Baier. Johann Bayer-Schmidt und Karl Feneis prüfen die Kasse.

Bürgermeister Hermann Ach gratulierte zur Wahl und wünschte eine gute Zusammenarbeit. Er sprach den schlechten Zustand der Feld- und Waldwege an. Die Jagdgenossenschaften wurden deshalb um finanzielle Hilfe aus dem Jagdschilling gebeten. Die Gelder sollten in einem Fonds verwaltet und zur Instandsetzung der Wege verwendet werden. 20 Prozent der Kosten würde die Gemeinde zuschießen.

Trotz dieses Angebotes stimmten die Jagdgenossen mit 18 Ja- und 2 Neinstimmen gegen die Bereitstellung des Jagdschillings für Wegefonds. Der Jagdschilling wird damit weiterhin alle drei Jahre an die Jagdgenossen weitergeleitet.

Wenig Schäden

Jagdpächter Roland Bäumler informierte außerdem über die Situation der Gröbenstädter Jagd. Wildschweinschäden, die an manchen Stellen auftraten, habe er behoben. Sonst gab es keine Probleme mit Schwarzwild. Außerdem erfüllten die Jäger den Abschussplan wegen des Wetters nicht.

Bäumler beantragte für Werner Bank einen Begehungsschein für die Bejagung des Kormorans am Sperlweiher. Dies wurde einstimmig beschlossen.
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