Jet angeblich nur 17 Sekunden im türkischen Luftraum
Kreml: "Provokation"

Trotz eindringlicher Aufrufe zur Deeskalation spitzt sich der Konflikt zwischen Moskau und Ankara wegen des Abschusses eines russischen Kampfjets zu. Russland wertete den Vorfall im türkisch-syrischen Grenzgebiet als "geplante Provokation". "Wir haben ernsthafte Zweifel daran, dass dies unbeabsichtigt war", sagte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau.

Der Zwischenfall bedroht die Bemühungen um ein gemeinsames Vorgehen gegen den Terrorismus im Syrien-Konflikt. "Wir müssen jetzt alles tun, eine Eskalation zu vermeiden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte, Moskau werde alle militärischen Kontakte mit Ankara einfrieren.

Nach Nato-Erkenntnissen dürfte die Darstellung des Bündnispartners Türkei zutreffen, wonach der Bomber vom Typ Suchoi Su-24 nach einer Verletzung des türkischen Flugraums beschossen wurde. Die "Bild"-Zeitung zitierte aus einer "Geheimanalyse" des Verteidigungsministeriums in Berlin, wonach der russische Jet nur 17 Sekunden im türkischen Luftraum war. Einer der Piloten des abgeschossenen Jets konnte gerettet werden, der zweite kam ums Leben.
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