Junge Union: Keine weiteren Zugeständnisse an Athen
CSU vor Zerreißprobe

Der CSU droht ein innerparteilicher Konflikt um die Griechenland-Hilfen: Der Parteivorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer warnte sowohl sein Kabinett als auch die CSU-Landtagsfraktion vor öffentlichen Vorfestlegungen - also auch vor einem kategorischen Nein zu weiteren Hilfszahlungen. Das verlautete am Mittwoch aus CSU-Kreisen.

Die Junge Union lehnt "weitere Zugeständnisse" allerdings entschieden ab und fordert sogar ein Veto der CSU innerhalb der großen Koalition in Berlin. "Unter die laufenden Verhandlungen muss ein Schlussstrich gezogen werden", verlangte der JU-Landesvorsitzende Hans Reichhart. Seehofer warb nach Angaben aus CSU-Kreisen eindringlich dafür, sich in der Griechenland-Politik derzeit alle Optionen offenzuhalten. Man solle zunächst abwarten, welchen Weg Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegenüber dem hoch verschuldeten Land einschlagen wolle, mahnte er.

Auch Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte, entscheidend sei letztlich, was die Kanzlerin vorgebe. Er betonte aber auch, dass sein Vertrauen gegenüber Griechenland "gegen Null" gehe. Das Verhalten der griechischen Regierung sei alles andere als vertrauenserweckend. Söder sprach von einer "echt großen Herausforderung" für die Unionsparteien. "Die Bundestagskollegen sind nicht zu beneiden." (Seite 2)
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