Junge Wehr im Dauereinsatz

Im Bild die Mannschaft der Jugendfeuerwehr Thanhausen samt Jugendwarte, Ausbilder und Helfer des BRK. Bilder: hfz

Es ging so richtig "rund" bei der 24-Stunden-Schicht der Jugendfeuerwehr. Brände und Rettungseinsätze waren allerdings nur gestellt. Durchaus echt war der Eindruck von einem arbeitsintensiven Tag einer Berufsfeuerwehr.

Einen abwechslungsreichen Tag erlebten die Jugendlichen der Feuerwehr Thanhausen. Die Jugendwarte Tobias Schwamberger und Florian Sölch hatten kürzlich einen 24-Stunden-Tag mit Ausbildung, Unterhaltung und gestellten Einsätzen organisiert. Damit wurde in etwa der Alltag einer Berufsfeuerwehr nachgestellt.

Neue Funktechnik

Zum Dienstbeginn wurden im Gerätehaus das Einsatzfeuerzeug und alle Gerätschaften nochmals detailliert vorgestellt. Wichtigster Punkt war die neue Funktechnik, der Digitalfunk. Bedienung, Möglichkeiten der Kommunikation sowie Theorie wurde intensiv den Jugendlichen vorgestellt. Die Floriansjünger staunten dabei nicht schlecht, was die neue Funktechnik so alles kann. Die Übungseinsätze, die über 24 Stunden verteilt waren, wurden im Vorfeld durch ein Organisationsteam der "großen" Feuerwehr aufgebaut. Durch eine Einsatzzentrale im Gerätehaus wurde immer der Alarm für die junge Mannschaft ausgelöst. Jeweils zwei Jugendliche waren in der Zentrale vor Ort und wurden durch Erwachsene für die Notrufaufnahme am Telefon unterstützt. Dabei galt es die wichtigsten Daten abzufragen: Einsatz, Art des Vorfalls oder Zahl der verletzten Personen. Als erster Einsatz wurde die Jugend zu einem Brand alarmiert. Hierzu musste eine längere Schlauchstrecke zur Einsatzstelle aufgebaut werden, da vor Ort kein Löschwasser zur Verfügung stand. Die Einsatzliste war lang und vielfältig: Von einer Ölspür, Beseitigung von Sturmschäden, Tierrettung, Fehlalarmen, Papierkorbbrand bis zu einer Vermisstensuche im Wald. Auch die Rettung einer verschütteten Person wurde zusammen mit dem BRK und einem Rettungswagen durchgeführt. Hier konnten die Jugendlichen über den "Tellerrand der Feuerwehr" hinausblicken und erlernten wertvolle Tipps zur Erste-Hilfe-Ausbildung. Nach einigen Alarmen waren die Jugendlichen bereits so fit, dass sie dem erwachsenen Gruppenführer auf der Anfahrt zur Einsatzstelle vorsagten, was dieser nun zu tun habe.

Fahrzeugpflege

Am Ende des Tages war selbstverständlich noch Fahrzeug- und Gerätepflege angesagt: Neben der Säuberung der Geräte und des Einsatzfahrzeuges wurde die Ausstattung auf Funktionstüchtigkeit gecheckt, ob auch die gesamte Technik betriebsbereit ist. Natürlich kam auch neben dem Feuerwehrwesen die Freizeitgestaltung nicht zu kurz. Die Jugendwarte Tobias Schwamberger und Florian Sölch blickten nach 24 Stunden auf eine erfolgreiche Aktion zurück. Die Jugendlichen waren durchwegs begeistert, so dass der 24-Stunden-Tag auch in den nächsten Jahren eine Fortsetzung finden wird.
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