Kabarett über Isalm: Ermittlungen gegen Nuhr eingestellt
Satire, nicht Hetze

Das Ermittlungsverfahren gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze wird eingestellt. Die Staatsanwaltschaft habe die Kunstfreiheit gegen den Schutz von Religionsgemeinschaften abgewogen und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück.

Ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks teilte am Mittwoch mit, die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung damit begründet, dass es für die Erfüllung des Volksverhetzungsparagrafen in den Werken von Nuhr an der "fremdenfeindlichen Gesinnung" fehle. Auch das Kriterium der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft sei nicht erfüllt, da es sich erkennbar um Satire handele.

Ein Muslim aus Osnabrück hatte Nuhr wegen "Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften" angezeigt. Der 54-Jährige hat sich in seinem Kabarettprogramm wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt.
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