Kabel-Kampf

Kabel-Kampf Seit der Debatte um die neuen Stromtrassen ist das Verlegen neuer Leitungen im Freistaat nicht überall bestens beleumundet. Es gibt aber auch Kabel, über die sich alle freuen: Nämlich solche, über das das schnelle Internet aufs Land gebracht wird. Für das Gelingen ist Heimatminister Markus Söder mit einigem Erfolg zuständig. Glasfaserkabel sind eben besser gelitten als die Gleichstromkabel von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner . "Meine Kabel werden ordentlich verlegt!", erklä
Seit der Debatte um die neuen Stromtrassen ist das Verlegen neuer Leitungen im Freistaat nicht überall bestens beleumundet. Es gibt aber auch Kabel, über die sich alle freuen: Nämlich solche, über das das schnelle Internet aufs Land gebracht wird. Für das Gelingen ist Heimatminister Markus Söder mit einigem Erfolg zuständig. Glasfaserkabel sind eben besser gelitten als die Gleichstromkabel von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner . "Meine Kabel werden ordentlich verlegt!", erklärte Söder den Abgeordneten kühl lächelnd. Und fügte schelmisch an: "Alles andere macht dann meine Kollegin mit euch aus." (jum)

Aiwanger-Ansage

Wenn es um die ganz großen Weltenläufe geht, neigen Landespolitiker schon mal dazu, sich zu verheben. Unvergessen der frühere CSU-Generalsekretär Bernd Protzner , der einst in geringfügiger Überschätzung der eigenen Bedeutung dem irakischen Despoten Saddam Hussein von München aus zurief: "Ich warne Saddam!" Das Schicksal des Diktators erfüllte sich später in der Tat, von Protzner ist dabei eher nicht die Rede. Nun hat Freie-Wähler-Fraktionschef Hubert Aiwanger Kanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Griechenland-Politik forsch zum Rücktritt aufgefordert. Vermutlich schlottern Merkel schon die Knie ob des Rufers aus der Provinz. (jum)

Königs-Krönung

Für Ernst Weidenbusch (CSU) ist das Hypo-Glas ganz klar halbvoll. 1,23 Milliarden Euro bringt der im Staatsauftrag mit Österreich ausgehandelte Vergleich über die Bayern-LB-Altlasten in bayerische Kassen, etwa die gleiche Summe ist allerdings für immer futsch. Trotzdem ist Weidenbusch für Regierungschef Horst Seehofer "der Mann der Woche", weil er geschafft hat, woran vorher Heerscharen an Beamten, Anwälten und Ministern gescheitert waren. Eine "unglaubliche Einzelleistung" sei das gewesen, in 40 Jahren Politik habe er dergleichen noch von keinem Abgeordneten erlebt. Ein "Ticket für höhere Aufgaben" habe sich Weidenbusch erarbeitet. Ob der das aber will? Als Anwalt verdient er derzeit doppelt so viel wie ein Minister. Bei einer Beförderung wäre sein Gehaltsglas also eindeutig halbleer. (jum)
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