Kaminkehrermeister Uwe Bäuml gibt Tipps, wie Hausbesitzer Probleme mit dem Heizen vermeiden
Zuerst über den neuen Ofen reden

Das Thema des mit neuen Ideen gestalteten Bürgerstammtisches der Gemeinschaft für Schöpfung, Umwelt und Kultur im Pfarrheim waren Öfen und Kachelöfen im Haus. Hauskamine sowie die seit dem 1. Januar geltenden neuen gesetzlichen Bestimmungen spielten eine wichtige Rolle dabei. Fachmann Uwe Bäuml hatte dazu viele Tipps aus erster Hand parat.

Kaminkehrermeister Uwe Bäuml aus Schafhof hatte sich als Referent in seiner Nikolauspfarrei zur Verfügung gestellt, um alle interessierten Häuslebauer aktuell zu informieren und auf den neuesten Stand zu bringen. Von Bedeutung dabei ist, so Bäuml, dass Hausbesitzer und Kaminkehrer verständnis- und vertrauensvoll aufeinander zugehen sowie zusammenarbeiten. "Im Redn miteinander kummt ma zamm", sagte der Schornsteinfeger, der im Raum Auerbach seit einigen Jahren seinen eigenen Kehrbezirk hat.

Erstmals Grenzwerte

Die 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung von März 2010 enthalte erstmals Grenzwerte für Staub- sowie Kohlenmonoxid-Emissionen für neu zu errichtende Kaminöfen. Der Austausch von älteren Öfen sei im Hinblick auf effizientes Brennen verbunden mit großem Wirkungsgrad stets sinnvoll. Im Zweifelsfall, so Bäuml, solle man den zuständigen Kaminkehrer darauf ansprechen und sich mit ihm abstimmen.

Sonst droht Ärger

In der Regel komme der "schwarze Mann" im Jahr zweimal zum Kehren ins Haus sowie einmal zum Messen der Abgaswerte. Die Feuerstättenschau und in der Folge der Feuerstättenbescheid seien ebenfalls Aufgaben des Kaminkehrers. Bei Brandschäden gebe es ansonsten womöglich Probleme mit der Versicherung. Ebenso sollte dem Kaminkehrer zum Beispiel beim Dunstabzug in der Küche ein Einblick gewährt werden, lautete ein Tipp von Fachmann Bäuml.

Entscheidend sei neben vielen anderen Gesichtspunkten - wie der Sicherheit für die Hausbewohner oder optimaler Verbrennung der Öfen - auch der Grundsatz der "Eigenverantwortung des Hausbesitzers". Der stehe als Erster in der Pflicht. Er müsse den Kaminkehrermeister über Veränderungen in puncto Heizung für das Haus informieren (Bringschuld) beziehungsweise sollte rechtzeitig vor Neuerungen Kontakt mit ihm aufnehmen. Dann gebe es bei der Abnahme durch den Schornsteinfeger keine Probleme, denn auch er stehe gegenüber dem Gesetzgeber bei der Sicherheit in Heizungsangelegenheiten in der Verantwortung.

Aufpassen bei Glanzruß

Sogenannter Glanzruß im Kamin deute meist auf Bedienungsfehler durch den Heizer hin. Feuchtes Holz verbunden mit zu niedriger Feuerraumtemperatur und zu wenig Zugluft im Ofen sei in den meisten Fällen die gefährliche Ursache dafür. Wie viele Öfen an einen Kamin angeschlossen sein dürften, das zeige eine Querschnittsberechnung des Kaminkehrers. Vielen Fragen musste sich Uwe Bäuml am Ende noch stellen, ehe die "Pittersberger Runde" bei weiterem Meinungsaustausch heiter ausklang. Michael Götz dankte Bäuml mit einem großen Schokohasen als Präsent.
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