Kampf gegen "Feuersbrünste"

Im Juli 1976 feierte die Feuerwehr Griesbach das 100-jährige Bestehen. Im Bild die Festdamen von damals mit der Feuerwehrspitze. Festbraut war damals Cilli Schweimer. Bild: Privat

140 Jahre reichen die "Wurzeln" der Griesbacher Feuerwehr zurück. Durch die Jahre ist die Truppe aber immer auf der Höhe der Zeit geblieben. Ausbildung und Einsätze fordern die Floriansjünger. Ende Mai kann eine Pause eingelegt werden: Da darf die Feuerwehr mit der Bevölkerung das Jubiläum feiern.

Ein tolles Programm (eigener Bericht) haben die Mitglieder der Feuerwehr für ihr Jubiläum vom 29. bis 31. Mai zusammengestellt. Allen voran die jungen Leute haben sich mächtig ins Zeug gelegt, dass in Griesbach einiges geboten wird. Höhepunkt wird dabei die Bayern 1-Disco sein.

Wenig alte Aufzeichnungen

Das Jubiläum ist auch ein Anlass, einen Blick in die Chronik der Feuerwehr zu werfen. Schwere "Feuersbrünste" hatten im 19. Jahrhundert auch Dörfer der Gemeinde Griesbach heimgesucht. Da kam die Anregung zur Neuordnung des Feuerlöschwesens 1875 gerade zum richtigen Zeitpunkt, saß der Schrecken den Menschen doch noch tief im Bewusstsein.

Im damaligen Gasthaus Hecht wurde am Josefitag 1875 beschlossen, die Feuerwehr Griesbach zu gründen. Als Commandant wurde damals der Wagnermeister Eusebius Fröhlich eingesetzt. Ihm zur Seite stand als II.Commandant Johann Schuller. 20 aktive und sechs passive Mitglieder verzeichnet die "Ur-Liste". Ein Jahr später betrug die Gesamtzahl der Feuerwehrmänner bereits 89 löschdienstpflichtige und 26 freiwillige aktive Mitglieder. Mit Handdruckpumpe und Schlauchhaspel rückten sie zu den Einsätzen aus.

Allerdings haben gerade ein Großbrand und die Kriegswirren einen Großteil der alten Aufzeichnungen vernichtet. Bekannt ist, dass die Feuerwehr auch früher schon einen wichtigen Part im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde einnahm, etwa durch die Abhaltung eines jährlichen Tanzes oder die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession. Die Unterlagen verzeichnen die Anschaffung einer neuen Handdruckspritze oder den Bau eines neuen Spritzenhauses 1908 in der Dorfmitte. Eng waren damals schon die Kontakte zu Nachbarvereinen, etwa im böhmischen Galtenhof. 1932 hielt dann der technische Fortschritt bei der Wehr Einzug: Es wurde die erste Motorspritze angeschafft und die Schlagkraft der Wehr gewaltig gesteigert. 20 Jahre später ging dann mit der eigenen Fahne ein großer Wunsch in Erfüllung. Gestiftet wurde damals diese Fahne durch die Familie Rath.

1956 verzeichnet die Chronik dann den Kauf des Feuerlöschgerätes TS 8/8. Das neue Löschgerät bewährte sich gleich bei einem Großbrand auf zwei Bauernhöfen in Laub. Zu den Veränderungen bei der Wehr gehört natürlich auch die Übergabe des neuen Gerätehauses im Jahr 1972.

200 Mitglieder

Bis heute wird bei der Feuerwehr Griesbach immer wieder in neue Technik sowie die Ausbildung der Mitglieder investiert. Aktuell kann die Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug vorweisen. 200 Mitglieder, davon 35 Aktive, verzeichnet die Wehr, an deren Spitze Vorstand Adalbert Sporrer, sein Stellvertreter Marco Eckert und Kommandant Thomas Gradl stehen.
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