Kardinal Marx zu Synodenpapier: "Zufrieden, wenn auch nicht euphorisch"
Menschen begleiten

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, ist froh, dass der Abschlussbericht zur Familiensynode mit einer Zweidrittelmehrheit verabschiedet wurde. Zum Ergebnis meinte er, er sei "zufrieden, wenn auch nicht euphorisch".

Die Abschlussansprache von Papst Franziskus bezeichnete Marx als "Interpretationsschlüssel", um den Bericht richtig zu lesen. Der Weg der Synode sei noch nicht zu Ende, sondern erst, wenn der Papst alles zusammengefasst habe. Wann mit einem solchen Papier zu rechnen sei, stehe bislang nicht fest, so der Kardinal. Er könne sich jedoch vorstellen, dass dies zum "Jahr der Barmherzigkeit" passieren könne. Erst dann werde auch die Deutsche Bischofskonferenz ihr Hirtenwort zu Ehe und Familie veröffentlichen, an dem sie bereits seit längerem arbeite.

Marx räumte ein, dass die Diskussionen bei der Synode anstrengend gewesen seien. Der Münchener Kardinal erinnerte daran, dass eine "überwältigende Zahl der Menschen" die Lehre der Kirche zur Familie teile. Junge Leute wollten eine Familie gründen, Kinder haben und für immer zusammen sein. Aufgabe der Kirche sei es, ihnen bei der Realisierung dieses Traums zu helfen; dies gelte auch dann, wenn sie damit scheiterten. Daher brauche es eine Erneuerung der Seelsorge, um die Menschen in den unterschiedlichen Situationen zu begleiten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.