Karfreitag künftig ein Feiertag

Karfreitag künftig ein Feiertag Der Karfreitag wird in Tschechien zu einem gesetzlichen Feiertag. Mit dem Senat stimmte auch die zweite Kammer des Parlaments mit 38 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen der Änderung zu. Präsident Milos Zeman muss das Gesetz noch unterzeichnen. In Tschechien steigt die Zahl der Feiertage damit auf 14. Das Finanzministerium in Prag hat ausgerechnet, dass der zusätzliche Ruhetag die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent senke
Der Karfreitag wird in Tschechien zu einem gesetzlichen Feiertag. Mit dem Senat stimmte auch die zweite Kammer des Parlaments mit 38 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 30 Enthaltungen der Änderung zu. Präsident Milos Zeman muss das Gesetz noch unterzeichnen. In Tschechien steigt die Zahl der Feiertage damit auf 14. Das Finanzministerium in Prag hat ausgerechnet, dass der zusätzliche Ruhetag die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent senken dürfte. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu. Die damalige sozialistische Tschechoslowakei hatte den Feiertag im Jahr 1951 abgeschafft. (dpa)

Festnahme in Schweizer Bank

Die vorübergehende Festnahme des Europaabgeordneten Miloslav Ransdorf am Finanzplatz Zürich hat den tschechischen Kommunisten in Erklärungsnot gebracht. Der 62-Jährige kam am Samstag nach zwei Tagen wieder auf freien Fuß. Die Schweizer Polizei hatte den Politiker zusammen mit drei Slowaken in einer Bank in Zürich aufgegriffen. Dabei gehe es um ein mutmaßliches Vermögensdelikt, teilte eine Sprecherin mit. EU-Parlamentarier genießen in der Schweiz keine Immunität. Ransdorf, der seit 2004 für die kommunistische Partei KSCM im Europaparlament sitzt, versuchte die Vorwürfe am Sonntag zu entkräften. Er habe im Auftrag eines Bankkunden mit den Initialen "V. H." gehandelt, dessen Vollmacht er vorgelegt habe. Die Bankangestellten hätten eine Fälschung vermutet und die Polizei gerufen, ohne mit ihm zu verhandeln. (dpa)

Auf Schwarzenberg folgt Kalousek

Der frühere tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg (77) hat auch die Führung der konservativen Partei TOP 09 abgegeben. Sein Nachfolger ist der ehemalige tschechische Finanzminister Miroslav Kalousek (54).

Der neue Parteichef Miroslav Kalousek. Archivbild: dpa
Es gab keinen Gegenkandidaten. Schwarzenberg hatte von der kommunistischen Machtübernahme in der Tschechoslowakei im Jahr 1948 bis zur demokratischen Wende von 1989 im Exil in Österreich und Bayern gelebt. Schwarzenberg, unter anderem Marion-Dönhoff-Preisträger, wurde zum Ehrenvorsitzenden der Partei ernannt. Er will weiter als Abgeordneter arbeiten. "Solange ich gesund bin, werde ich weiterkämpfen", sagte er. (dpa)

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