Karte mit Messstellen in der Region
Blitzer-Woche soll Raser bremsen

Im Freistaat wird nicht nur einen Tag, sondern eine ganze Woche lang vermehrt geblitzt. Bilder: dpa
Archiv
Deutschland und die Welt
13.04.2015
144
0

Mit Radarkontrollen nimmt die Polizei europaweit Raser ins Visier - in Bayern geht es am Donnerstag los.

München. (dpa/lby) Mit Radarkontrollen nimmt die Polizei europaweit Raser ins Visier - auch in Bayern geht es von diesem Donnerstag an los. Im Freistaat wird aber nicht nur einen Tag, sondern eine ganze Woche lang vermehrt geblitzt, wie das Innenministerium in München mitteilte. «Unser Ziel ist, das Problembewusstsein der Autofahrer für zu hohe Geschwindigkeit zu schärfen», erklärte Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU).

Überhöhte Geschwindigkeit sei noch immer die häufigste Unfallursache, erklärte Ministeriumssprecher Michael Siefener. Sie habe im vergangenen Jahr 193 Menschen das Leben gekostet.


Die Marker auf der Karte geben nicht die exakte Position der Blitzerstandorte an. Die Punkte markieren den Streckenabschnitt, auf dem die Polizei verstärkt kontrolliert. Die verschiedenen Farben der Marker zeigen die zulässige Höchstgeschwindigkeit im entsprechenden Streckenabschnitt. Details dazu gibt es in der Legende unten rechts.


«Es geht nicht darum, möglichst viel Geld in die Kassen zu spülen, sondern das Thema wieder in die Köpfe zu bekommen», sagte Siefener. Deswegen werden alle Messstellen vorab auf der Internetseite des Innenministeriums veröffentlicht. Raser sollen gleich angehalten und ermahnt werden. Rund 2000 Polizisten an mehr als 2200 Messstellen kommen zum Einsatz. Vergangenes Jahr wurden so rund 26 400 Raser aus dem Verkehr gezogen. Neben Extremfällen wie einem Motorradfahrer, der im niederbayerischen Hengersberg mit Tempo 197 erwischt wurde, kommen auch Pendler ins Visier der Polizisten: «Viele fahren gedankenlos zur Arbeit. Durch den Blitzmarathon schauen sie wieder auf ihr Tempo», sagte Siefener.

Am 17. April werde die Aktion aus Rücksicht auf die Trauerfeier für die Opfer des Germanwings-Absturzes unterbrochen. Gewöhnliche Geschwindigkeitskontrollen können jedoch weiterhin stattfinden.

Messstellen in Regierungbezirken:

Messstellen in der Oberpfalz (PDF)
Messstellen in Oberbayern (PDF)
Messstellen in Niederbayern (PDF)
Messstellen in Oberfranken (PDF)
Messstellen in Mittelfranken (PDF)
Messstellen in Unterfranken (PDF)
Messstellen in Schwaben (PDF)