Karten-Sammlung ist auch ein Stück (Post-)Geschichte

Diese Sammlung von Walter Breitkopf enthält viele Ansichtskarten und Briefe von Ortschaften aus der näheren Umgebung von Ebermannsdorf und Amberg. Insgesamt sind es 1000 Exemplare.Breitkopf kam 1989 zufällig zu diesem Hobby, aber nach seinem Beitritt zu den Briefmarkenfreunden Amberg erfasste ihn sehr schnell die Sammelleidenschaft. Auf Messen, Ausstellungen und Tauschbörsen, nicht nur beim Briefmarkenverein, wurde er immer wieder fündig und so ist seine Sammlung stetig gewachsen.

Zu Ebermannsdorf besitzt Breitkopf 17 alte Karten und über 50 Belege, die wertvolle Zeugnisse für die Heimatgeschichte darstellen. Das älteste Stück ist eine Karte mit Gedicht zum Jahreswechsel von 1900. Jede der alten Karten erzählt auch ein Stück Postgeschichte, denn an den Stempeln lässt sich die organisatorische Struktur der Post im Amberger Raum ablesen. Bis 1906 wurden Postkarten nur vorne beschriftet, während die Rückseite für Anschrift, Briefmarke und den Stempel von Aufgabe- und Ankunftsort bestimmt war. Weil man aber bald die schöne Ansichtsseite nicht mehr beschreiben wollte, änderte sich dies: Ab 1906 war die Rückseite geteilt, eine Hälfte für Adresse, Briefmarke und Stempel und eine für die persönlichen Worte des Schreibers. So ist es bis heute geblieben. (wec)
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