Kaum Spielraum
Kurz notiert

Ein bisschen Polit-Theater haben die Besucher am Donnerstag in der Schulaula miterleben dürfen. Ein bisschen Posse - ein Quentchen Farce in Sachen Hallenbad-Zukunft! Denn die Rechtsvorgabe (fehlender 2. Fluchtweg) lässt wohl kaum Spielraum für eine Öffnung schon zum 1. Oktober. Den Mut, den sich der Macher-Bürgermeister so gerne zuschreibt, hat allein Hubert Häring gezeigt. Ausgerechnet der CFWG-Mann ("Ich bin Jurist") hätte die neue Badesaison gewagt.

Bitter ist der Eindruck, dass Stier mit der Beschlussvorlage, ein unschönes Manöver durchgezogen hat. Jede Suche nach Lösung war hier zu spät. Und mit einer sicheren Mehrheit hat er seinen Weg umgesetzt.

Dabei darf sich keiner wundern, wenn der Unternehmer auch an der Spitze der Stadt allein betriebwirtschaftlich denkt! Dafür hat ihn die Mehrheit doch gewählt. Und für unrentable Posten hat ein Unternehmer eben wenig Sympathie. Freilich ist die Arbeit im Rathaus nicht allein die Umsetzung von Pflichtaufgaben. Lebensqualität sind nicht nur gute Straßen allein. Bärnau mit fast 900 000 Euro Rücklagen, hätte sich das Hallenbad noch ein paar Jahre leisten können.

Der Schnitt kommt deshalb schmerzhaft, ist aber wohl unvermeidlich. Richtig weh tut eine mehrstündige Diskussion mit den Bürgern, ohne ihre Hoffnungen wirklich erfüllen zu wollen.

werner.schirmer@derneuetag.de
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