Kein Glück auf Pferdes Rücken
Angemerkt

Die Aufregung ist groß. Verständlich. Erneut bricht eine tödliche Pferdeseuche vor der eigenen Haustüre aus. Pferdebesitzer bangen um ihre Lieblinge, Reiterhöfe um ihre Existenz. Sie haben wenig Verständnis dafür, dass die Veterinärämter erst mal auf die Panikbremse drücken.

Dennoch spricht einiges für die Vorgehensweise der Tierärzte: Die Ansteckungsgefahr ist geringer als bei Schweinepest oder Vogelgrippe. Eine flächendeckende Sperrung würde zum jetzigen Zeitpunkt mehr Schaden anrichten als nutzen.

Der beste Schutz vor der tödlichen Blutkrankheit: Hände weg von dubiosen Billigangeboten! Wer seinen Geiz auf dem Rücken der Pferde auslebt, darf sich nicht wundern, wenn er dort kein Glück findet.

juergen.herda@derneuetag.de

Aus der Region Beweismittel in die Schrottpresse

Tirschenreuth. (nt/az) "Kurzen Prozess macht eine Unfallfahrer mit seinem Mercedes CLK 200", berichtete die Tirschenreuther Polizei am Donnerstag. Ein 30-Jähriger hatte seine Nobelkarosse nämlich kurzerhand in der Schrottpresse vernichten lassen - um damit auch den Unfallbeweis. "Übrig blieb nur ein Haufen Schrott, der nur noch mit einzelnen Teilen an einen Pkw erinnert", so die Beamten.

Die Polizei wirft dem Mann vor, am 31. Juli gegen 0.40 Uhr erheblichen Schaden von 7500 Euro am Großparkplatz in Tirschenreuth angerichtet zu haben: Der Fahrer geriet ins Schleudern und prallte gegen zwei Ruhebänke, einen Baum sowie einen Lichtmast. Recht schnell hätten die Ermittlungen zu einem grünen Mercedes CLK geführt, hieß es. Der war allerdings nicht mehr aufzufinden - selbst beim Fahrer nicht.

Erst ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Weiden bracht Licht ins Dunkel: Als Polizeibeamte den 30-Jährigen am Mittwoch an seinem Arbeitsplatz antrafen, räumte er nach anfänglichem Leugnen ein, mit dem Wagen unterwegs gewesen zu sein. Er gab außerdem zu, ihn verschrotten haben zu lassen, um die Spuren zu beseitigen. Das massiv beschädigte Auto hatte noch einen Zeitwert von circa 1000 Euro. Nun ist es ein zusammengepresster Metallklotz. Den Fahrer erwartet nun ein Anzeige wegen Verkehrsunfallflucht.
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