Kein zweites Tschernobyl in der Ukraine

Die ukrainische Regierung hat über einen "Unfall" in einem Atomkraftwerk informiert und damit im Westen zeitweise Sorgen vor einer möglichen neuen Katastrophe wie in Tschernobyl ausgelöst. Energieminister Wladimir Demtschischin beschwichtigte jedoch bei einer Pressekonferenz, es habe sich im Atomkraftwerk Saporoschje um einen relativ harmlosen Zwischenfall gehandelt. "Nein, es gibt nichts Gefährliches", sagte er in Kiew.

Das "Problem" im leistungsstärksten Kernkraftwerk Europas sollte bis morgen beseitigt sein, fügte er hinzu. Diese Angaben wurden indirekt von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien bestätigt. Es gebe keine Hinweise auf einen Atomunfall, hieß es. Ähnlich äußerte sich auch die Bundesregierung.

Der Defekt im dritten Reaktorblock, angeblich ein Kurzschluss, hat sich nach Angaben des Betreibers Energoatom bereits am 28. November ereignet. Die AKW-Leitung hatte darüber am nächsten Tag informiert. Erhöhte Radioaktivität sei nicht gemessen worden, hieß es. Energoatom teilte mit, der Defekt werde auf der internationalen Atom-Unfall-Skala Ines mit "unter Null" bewertet.
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