Keine Flüchtlinge in von Rechten genutztes Haus
Provokantes Angebot

Die Inhaberin eines ehemaligen Gasthofes in Unterfranken hat dem Kreis Schweinfurt eine von der rechten Szene genutzte Immobilie als Flüchtlingsunterkunft angeboten. Der Gasthof im Kolitzheimer Ortsteil Stammheim sollte ursprünglich vom Landesverband der rechtsextremen Partei Die Rechte als Zentrale genutzt werden. Das Landkreis verhängte jedoch ein Nutzungsverbot, das das Verwaltungsgericht Würzburg im Juni bestätigte. Die Rechte gilt als Sammelbecken für Mitglieder verbotener Neonazi-Kameradschaften. Landrat Florian Töpper (SPD) habe das provokante Angebot bereits am Donnerstag abgelehnt, wie eine Sprecherin des Landkreises am Freitag sagte. Der Grund: Die Besitzerin habe "offensichtlich enge, geschäftliche Verbindungen" zu einem Mitbegründer der als verfassungsfeindlich verbotenen Gruppierung "Wehrsportgruppe Hoffmann" aus den 1980er-Jahren.
Weitere Beiträge zu den Themen: Kurz notiert (401123)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.