Keine Kontakte zur NSU

Ein führender Neonazi aus Kassel hat im NSU-Prozess persönliche Kontakte zu den mutmaßlichen Terroristen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) bestritten. In Kassel war am 6. April 2006 der Betreiber eines Internetcafés erschossen worden. Es war eine der zehn Mordtaten, für die sich Beate Zschäpe im Münchener Prozess verantworten muss. Bei der Vernehmung war auch die Schwester des Opfers im Gerichtssaal anwesend.

Der Zeuge zeigte sich von Anfang an widerwillig. Zunächst berief er sich darauf, dass gegen ihn ermittelt werde und er darum nicht aussagen müsse. Das stellte sich aber als falsch heraus, worauf er sagte: "Dann kann ich mich eben an nichts erinnern." Erschienen war er in martialischem Outfit mit Bomberjacke und Springerstiefeln. Über den Mord in Kassel will er - anders als er in seinen früheren Aussagen angegeben hatte - vorab nichts mitbekommen haben.
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