Kidnapping von Würth-Sohn: Experte vermutet Profis hinter der Tat
Entführer mit Insiderwissen

Eine Sonderkommission soll den oder die bisher unbekannten Täter im Fall des vorübergehend entführten Sohns von Milliardär Reinhold Würth aufspüren. Eine heiße Spur fehle bisher, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gießen am Freitag. "Wir gehen allen Spuren am Ort des Verschwindens und des Auffindens nach", sagte er. Der 50 Jahre alte Sohn des Schraubenherstellers war am Mittwoch im hessischen Schlitz entführt worden, wo er in einer Wohngemeinschaft für behinderte Menschen lebt. Er wurde am Donnerstagmorgen rund eine Stunde Autofahrt entfernt in einem Wald bei Würzburg gefunden - unversehrt. Um die Fahndung nicht zu gefährden, nannten die Ermittler keine weiteren Details. Der Geschäftsführende Direktor des Kieler Instituts für Krisenforschung, Frank Roselieb, vermutet Profis mit Insiderwissen als Täter. Es habe kaum jemand von Würths Sohn gewusst, sagte der Experte. Der Mann sei nicht auf der Straße gekidnappt, sondern im Umfeld eines Therapiezentrums entführt worden. Dies habe detailliert geplant werden müssen. In dem kleinen Ort, in dem die Tat geschah, war es allerdings kein Geheimnis, dass der 50-Jährige dort lebte: "Das weiß ja hier allein schon jeder im Ort", sagte ein Anwohner.
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