Kindesmissbrauch: 56-Jähriger verging sich an Patenkind
Priester verurteilt

Ein katholischer Priester (56) ist am Freitag wegen Kindesmissbrauchs vom Landgericht in Krefeld zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah 25 Taten als erwiesen an. Der Geistliche habe sein Patenkind und dessen Bruder missbraucht. Dabei sei er einer Strategie gefolgt, sagte der Richter: "Er wollte sich die jungen Menschen als seine Partner heranziehen." Das Gericht ging mit dem Urteil noch über den Strafantrag der Staatsanwältin (fünfeinhalb Jahre) hinaus.

Der Pfarrer soll sich über fünf Jahren an seinem Patenkind (damals elf) vergangen haben. Die Hoffnung seines Bistums, der suspendierte Pfarrer möge mit einem raschen Geständnis seinen mutmaßlichen Opfern erneutes Leid ersparen, erfüllte sich nicht. Beide Opfer, heute erwachsen, mussten aussagen. Die Glaubenskongregation in Rom will über die Entlassung des Pfarrers aus dem Priesteramt entscheiden, sobald das Urteil rechtskräftig ist. Ob der Verurteilte in Revision geht, ist unklar.
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