Kirche trägt Handschrift von Heinrich Hauberrisser
Bedeutender Bau

Der Architekt Heinrich Hauberrisser (1872 bis 1945) hat durch eine Reihe bedeutender Bauten nach der Jahrhundertwende in vielen Orten des Altlandkreises seine Spuren hinterlassen. Kirchenbauten in Vohenstrauß, Eslarn, Pleystein, Miesbrunn Roggenstein, Pfrentsch, Waldau und Waidhaus erinnern an den großen Oberpfälzer Architekten.

Auch in Etzgersrieth war Hauberrisser vor 100 Jahren tätig. Die Jubiläumsausgabe des Vohenstraußer Anzeigers von 1929 schreibt dazu: "Im Sommer 1914, knapp vor Beginn des Ersten Weltkriegs, wurde die Erweiterung (Anbau des Chors) der Dorfkirche Etzgersrieth in Angriff genommen und nach den Plänen von Hauberrisser von Regensburg trotz der Ungunst der Kriegszeit im selben Herbst noch zu Ende geführt."

Anschließend lieferte die Firma Edenhofer aus Regensburg die neue Orgel. Die Kunstmaler Thoma aus München und Aichlmayer aus Tirschenreuth sorgten für die Ausmalung des Kirchenraums. Zu Kriegsende 1918 schließlich leuchtete das Gotteshaus in neuer Pracht. Zur Deckung der enormen Kosten spendeten die Gläubigen 15 000 Mark.

Die Pfarrei Etzgersrieth wurde erstmals 1300 genannt. Beim großen Brand 1836 brannte das Gotteshaus ab. Beim Wiederaufbau verwendeten die Verantwortlichen die alten Mauern der 1738 errichteten Dorfkirche wieder. Nur den Turm bauten sie neu. In der 1838 errichteten Kirche wurde es in den folgenden Jahrzehnten wegen des Bevölkerungszuwachses zu eng. So entschloss sich die Kirchenverwaltung 1913 zu einer Erweiterung. Das Bezirksamt Vohenstrauß genehmigte Hauberrissers Pläne am 15. Mai 1914. Die Kirche steht unter dem Patronat des heiligen Georg. Seit 2005 gehört die Expositur zur Pfarrei Moosbach.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.