Klage in USA

Die Familien etlicher Germanwings-Absturzopfer wollen in den USA auf Entschädigung klagen.

Mit großer Mehrheit hätten sich die Hinterbliebenen der Opfer am Samstag dafür ausgesprochen, ihre juristischen Vertreter mit einem entsprechenden Mandat zu versehen, sagte Luftfahrt-Anwalt Elmar Giemulla am Sonntag. Seine Kanzlei vertritt 39 Familien, die bei dem Absturz von Flug 4U9525 über den französischen Alpen einen Angehörigen verloren haben.

Giemulla bestätigte Medienberichte, wonach am Samstag mehr als 100 Hinterbliebene in einem Hotel über das weitere Vorgehen beraten hatten. "Die Stimmung war eindeutig", sagte Giemulla. Weil man gegen das "sehr restriktive Verhalten" der Lufthansa-Anwälte in Deutschland nicht weiterkomme, sprachen sich die Angehörigen seinen Angaben nach dafür aus, auch in den USA für Entschädigungen zu streiten.

Ob die Familien nun tatsächlich mit einer Klage vor ein US-Gericht ziehen werden, sei aber weiter offen: "Wir werden nun erst mal auf dieser Grundlage weiter mit der Gegenseite verhandeln", sagte Anwalt Giemulla. Über die genauen Pläne sei mit den Angehörigen Stillschweigen bewahrt worden.
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