Kliniken rechnen mit erheblichen Einnahmeausfällen
Finanzielle Unterstützung bei Versorgung von Ebola

Symbolbild: dpa
Weiden (dpa/lby) Bayerns Ärzteschaft hat Bund und Land aufgefordert, Kliniken bei der Versorgung von Patienten mit Ebola oder Verdacht auf Ebola finanziell zu unterstützen. Selbst wenn die unmittelbaren Behandlungskosten durch die Kostenträger ersetzt werden, hätten die betroffenen Kliniken im Ernstfall mit erheblichen Einnahmeausfällen bei der normalen Patientenversorgung zu rechnen, heißt es in einer Resolution des Bayerischen Ärztetages, der am Wochenende in Weiden tagte.

Die Versorgung von Patienten mit Ebola oder dem Verdacht belaste die darauf vorbereiteten Kliniken bei Personaleinsatz und Materialverbrauch «im höchsten Maße». Klinisches Personal aus der Patientenversorgung werde im Ernstfall gebunden, so dass andere Bereiche der klinischen Versorgung nicht weiter aufrechterhalten werden könnten, begründete der Ärztetag seine Forderung.

Zudem verlangten die rund 180 Delegierten von der Staatsregierung, mit der Ärzteschaft einen Vertrag zur personellen und technischen Ausstattung von Flüchtlingsheimen für die medizinische Versorgung zu schließen. Die Unterkünfte benötigten eine geeignete Infrastruktur in baulicher, technischer, personeller und organisatorischer Hinsicht. Auch müssten genügend Dolmetscher zur Verfügung stehen. Die Kosten für Diagnostik und Therapie bei der weiterführenden ambulanten und stationären Versorgung sollten unbürokratisch übernommen werden.
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